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Friedrich Nietzsche
La Naissance de la tragédie Bloc s01
Bloc 9 sur 59
Référence canonique b0009.s01
Allemand
1. Wir werden viel für die ästhetischeErratum:aesthetische lies:ästhetische Nach KGW/KGB Nachberichte Wissenschaft gewonnen haben, wenn wir nicht nur zur logischen Einsicht, sondern zur unmittelbaren Sicherheit der Anschauung gekommen sind, dass die Fortentwickelung der Kunst an die Duplicität des Apollinischen und des Dionysischen gebunden ist: in ähnlicher Weise, wie die Generation von der Zweiheit der Geschlechter, bei fortwährendem Kampfe und nur periodisch eintretender Versöhnung, abhängt. Diese Namen entlehnen wir von den Griechen, welche die tiefsinnigen Geheimlehren ihrer Kunstanschauung zwar nicht in Begriffen, aber in den eindringlich deutlichen Gestalten ihrer Götterwelt dem Einsichtigen vernehmbar machen. An ihre beiden Kunstgottheiten, Apollo und Dionysus, knüpft sich unsere Erkenntniss, dass in der griechischen Welt ein ungeheurer Gegensatz, nach Ursprung und Zielen, zwischen der Kunst des Bildners, der apollinischen, und der unbildlichen Kunst der Musik, als der des Dionysus, besteht: beide so verschiedne Triebe gehen neben einander her, zumeist im offnen Zwiespalt mit einander und sich gegenseitig zu immer neuen kräftigeren Geburten reizend, um in ihnen den Kampf jenes Gegensatzes zu perpetuiren, den das gemeinsame Wort „Kunst“ nur scheinbar überbrückt; bis sie endlich, durch einen metaphysischen Wunderakt des hellenischen „Willens“, mit einander gepaart erscheinen und in dieser Paarung zuletzt das ebenso dionysische als apollinische Kunstwerk der attischen Tragödie erzeugen Um uns jene beiden Triebe näher zu bringen, denken wir sie uns zunächst als die getrennten Kunstwelten des Traumes und des Rausches; zwischen welchen physiologischen Erscheinungen ein entsprechender Gegensatz, wie zwischen dem Apollinischen und dem Dionysischen zu bemerken ist. Im Traume traten zuerst, nach der Vorstellung des Lucretius, die herrlichen Göttergestalten vor die Seelen der Menschen, im Traume sah der grosse Bildner den entzückenden Gliederbau übermenschlicher Wesen, und der hellenische Dichter, um die Geheimnisse der poëtischen Zeugung befragt, würde ebenfalls an den Traum erinnert und eine ähnliche Belehrung gegeben haben, wie sie Hans Sachs in den Meistersingern giebt: Mein Freund, das grad’ ist Dichters Werk, dass er sein Träumen deut’ und merk’. Glaubt mir, des Menschen wahrster Wahn wird ihm im Traume aufgethan: all’ Dichtkunst und Poëterei ist nichts als Wahrtraum-Deuterei. Der schöne Schein der Traumwelten, in deren Erzeugung jeder Mensch voller Künstler ist, ist die Voraussetzung aller bildenden Kunst, ja auch, wie wir sehen werden, einer wichtigen Hälfte der Poësie. Wir geniessen im unmittelbaren Verständnisse der Gestalt, alle Formen sprechen zu uns, es giebt nichts Gleichgültiges und Unnöthiges. Bei dem höchsten Leben dieser Traumwirklichkeit haben wir doch noch die durchschimmernde Empfindung ihres Scheins: wenigstens ist dies meine Erfahrung, für deren Häufigkeit, ja Normalität, ich manches Zeugniss und die Aussprüche der Dichter beizubringen hätte. Der philosophische Mensch hat sogar das Vorgefühl, dass auch unter dieser Wirklichkeit, in der wir leben und sind, eine zweite ganz andre verborgen liege, dass also auch sie ein Schein sei; und Schopenhauer bezeichnet geradezu die Gabe, dass Einem zu Zeiten die Menschen und alle Dinge als blosse Phantome oder Traumbilder vorkommen, als das Kennzeichen philosophischer Befähigung. Wie nun der Philosoph zur Wirklichkeit des Daseins, so verhält sich der künstlerisch erregbare Mensch zur Wirklichkeit des Traumes; er sieht genau und gern zu: denn aus diesen Bildern deutet er sich das Leben, an diesen Vorgängen übt er sich für das Leben. Nicht etwa nur die angenehmen und freundlichen Bilder sind es, die er mit jener Allverständigkeit an sich erfährt: auch das Ernste, Trübe, Traurige, Finstere, die plötzlichen Hemmungen, die Neckereien des Zufalls, die bänglichen Erwartungen, kurz die ganze „göttliche Komödie“ des Lebens, mit dem Inferno, zieht an ihm vorbei, nicht nur wie ein Schattenspiel - denn er lebt und leidet mit in diesen Scenen - und doch auch nicht ohne jene flüchtige Empfindung des Scheins; und vielleicht erinnert sich Mancher, gleich mir, in den Gefährlichkeiten und Schrecken des Traumes sich mitunter ermuthigend und mit Erfolg zugerufen zu haben: „Es ist ein Traum! Ich will ihn weiter träumen!“ Wie man mir auch von Personen erzählt hat, die die Causalität eines und desselben Traumes über drei und mehr aufeinanderfolgende Nächte hin fortzusetzen im Stande waren: Thatsachen, welche deutlich Zeugniss dafür abgeben, dass unser innerstes Wesen, der gemeinsame Untergrund von uns allen, mit tiefer Lust und freudiger Nothwendigkeit den Traum an sich erfährt. Diese freudige Nothwendigkeit der Traumerfahrung ist gleichfalls von den Griechen in ihrem Apollo ausgedrückt worden: Apollo, als der Gott aller bildnerischen Kräfte, ist zugleich der wahrsagende Gott. Er, der seiner Wurzel nach der „Scheinende“, die Lichtgottheit ist, beherrscht auch den schönen Schein der inneren Phantasie-Welt. Die höhere Wahrheit, die Vollkommenheit dieser Zustände im Gegensatz zu der lückenhaft verständlichen Tageswirklichkeit, sodann das tiefe Bewusstsein von der in Schlaf und Traum heilenden und helfenden Natur ist zugleich das symbolische Analogon der wahrsagenden Fähigkeit und überhaupt der Künste, durch die das Leben möglich und lebenswerth gemacht wird. Aber auch jene zarte Linie, die das Traumbild nicht überschreiten darf, um nicht pathologisch zu wirken, widrigenfalls der Schein als plumpe Wirklichkeit uns betrügen würde - darf nicht im Bilde des Apollo fehlen: jene maassvolle Begrenzung, jene Freiheit von den wilderen Regungen, jene weisheitsvolle Ruhe des Bildnergottes. Sein Auge muss „sonnenhaft“, gemäss seinem Ursprunge, sein; auch wenn es zürnt und unmuthig blickt, liegt die Weihe des schönen Scheines auf ihm. Und so möchte von Apollo in einem excentrischen Sinne das gelten, was Schopenhauer von dem im Schleier der Maja befangenen Menschen sagt. Welt als Wille und Vorstellung I, S. 416: „Wie auf dem tobenden Meere, das, nach allen Seiten unbegränzt, heulend Wellenberge erhebt und senkt, auf einem Kahn ein Schiffer sitzt, dem schwachen Fahrzeug vertrauend; so sitzt, mitten in einer Welt von Qualen, ruhig der einzelne Mensch, gestützt und vertrauend auf das principium individuationis“. Ja es wäre von Apollo zu sagen, dass in ihm das unerschütterte Vertrauen auf jenes principium und das ruhige Dasitzen des in ihm Befangenen seinen erhabensten Ausdruck bekommen habe, und man möchte selbst Apollo als das herrliche Götterbild des principii individuationis bezeichnen, aus dessen Gebärden und Blicken die ganze Lust und Weisheit des „Scheines“, sammt seiner Schönheit, zu uns spräche.
Anglais Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
1. We shall have gained much for aestheticErratum: read “aesthetic” instead of “aesthetic,” according to the KGW/KGB supplementary reports scholarship when we have arrived not merely at logical insight, but at the immediate certainty of intuition, that the continued development of art is bound to the duality of the Apollonian and the Dionysian: in much the same way as generation depends upon the duality of the sexes, amid continual conflict and only periodically occurring reconciliation. We borrow these names from the Greeks, who make the profound secret teachings of their view of art perceptible to the discerning mind, not in concepts, to be sure, but in the insistently lucid figures of their world of gods. To their two deities of art, Apollo and Dionysus, is linked our recognition that in the Greek world there exists an immense opposition, in origin and aims, between the art of the image-maker, the Apollonian, and the non-imagistic art of music, that of Dionysus: these two so different drives proceed side by side, for the most part in open conflict with one another and continually provoking each other to ever new and more vigorous births, in order to perpetuate in them the struggle of that opposition which the common word “art” bridges only in appearance; until at last, through a metaphysical miracle of the Hellenic “will,” they appear coupled with one another and in this coupling ultimately produce the equally Dionysian and Apollonian artwork of Attic tragedy. To bring these two drives closer to us, let us think of them first as the separate artistic worlds of dream and intoxication; between these physiological phenomena an opposition corresponding to that between the Apollonian and the Dionysian may be observed. According to Lucretius’ conception, it was in dreams that the glorious figures of the gods first appeared before the souls of human beings; in dreams the great image-maker beheld the enchanting bodily structure of superhuman beings; and the Hellenic poet, if asked about the mysteries of poetic creation, would likewise have recalled the dream and given an explanation similar to that offered by Hans Sachs in The Mastersingers:
My friend, the poet’s task is this:
to mark and interpret what he dreams.
Believe me, man’s most truthful delusion
is disclosed to him in dreams:
all poetic art and poetry
is nothing but the interpretation of true dreams.
The beautiful appearance of dream worlds, in whose production every human being is a consummate artist, is the precondition of all visual art, indeed also, as we shall see, of an important half of poetry. We take pleasure in the immediate understanding of the figure; all forms speak to us, and nothing is indifferent or unnecessary. Yet even amid the most intense life of this dream reality, we still retain the glimmering sensation that it is appearance: at least this is my experience, for whose frequency, indeed normality, I could adduce considerable testimony and the sayings of poets. The philosophical person even has the premonition that beneath this reality in which we live and have our being there lies concealed a second, entirely different reality, so that this reality too is an appearance; and Schopenhauer expressly identifies the gift of sometimes perceiving people and all things as mere phantoms or dream images as the mark of philosophical aptitude. As the philosopher relates to the reality of existence, so the artistically sensitive person relates to the reality of dreams; he watches closely and gladly, for from these images he interprets life for himself, and through these events he trains himself for life. It is by no means only the pleasant and friendly images that he experiences with that complete intelligibility: the grave, the gloomy, the sorrowful, the dark, sudden obstructions, the tricks of chance, anxious expectations, in short, the whole “divine comedy” of life, including the Inferno, passes before him, not merely like a shadow play, for he lives and suffers along with these scenes, yet also not without that fleeting sensation of appearance; and perhaps many a person, like me, remembers sometimes calling out encouragingly and successfully to himself amid the dangers and terrors of a dream: “It is a dream! I will dream it on!” I have also been told of people capable of continuing the causality of one and the same dream through three or more successive nights: facts that clearly testify that our innermost being, the common substratum of us all, experiences the dream in itself with profound pleasure and joyous necessity. This joyous necessity of dream experience was likewise expressed by the Greeks in their Apollo: Apollo, as the god of all image-making powers, is at the same time the prophetic god. He who, according to the root of his name, is the “shining one,” the deity of light, also rules over the beautiful appearance of the inner world of fantasy. The higher truth, the perfection of these states in contrast to the only fragmentarily intelligible reality of day, and then the profound consciousness of nature’s healing and helping power in sleep and dream, are at once the symbolic analogue of prophetic ability and, more generally, of the arts through which life is made possible and worth living. But that delicate line which the dream image must not cross if it is not to have a pathological effect, in which case appearance would deceive us as crude reality, must not be absent from the image of Apollo either: that measured limitation, that freedom from the wilder impulses, that wisdom-filled repose of the image-making god. In accordance with his origin, his eye must be “sunlike”; even when it is angry and looks displeased, the consecration of beautiful appearance rests upon it. And so, in an eccentric sense, what Schopenhauer says of the human being caught in the veil of Maya might apply to Apollo. The World as Will and Representation I, p. 416: “Just as, on the raging sea, boundless in every direction, which howling raises and lowers mountainous waves, a sailor sits in a boat, trusting in the frail craft; so, in the midst of a world of torments, the individual human being sits calmly, supported by and trusting in the principium individuationis.” Indeed, it might be said of Apollo that in him the unshaken trust in that principium, and the calm sitting there of the one caught within it, have received their most sublime expression; and one might even call Apollo the glorious divine image of the principium individuationis, from whose gestures and looks the whole pleasure and wisdom of “appearance,” together with its beauty, would speak to us.
Français Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
1. Nous aurons beaucoup gagné pour la science esthétiqueErratum:aesthetische lire:ästhetische D’après les Nachberichte de la KGW/KGB, lorsque nous serons parvenus non seulement à la compréhension logique, mais à la certitude immédiate de l’intuition, que le développement continu de l’art est lié à la dualité de l’apollinien et du dionysiaque : de même que la génération dépend de la dualité des sexes, au milieu d’une lutte continuelle et d’une réconciliation qui ne survient que périodiquement. Nous empruntons ces noms aux Grecs, qui rendent perceptibles à l’homme perspicace les profondes doctrines secrètes de leur conception de l’art, certes non par des concepts, mais par les figures de leur monde divin, d’une clarté pénétrante. À leurs deux divinités artistiques, Apollon et Dionysos, se rattache notre connaissance du fait que, dans le monde grec, il existe un formidable antagonisme, quant à l’origine et aux fins, entre l’art plastique, l’art apollinien, et l’art non plastique de la musique, celui de Dionysos : ces deux instincts si différents cheminent côte à côte, le plus souvent en conflit ouvert l’un avec l’autre, s’excitant réciproquement à des enfantements toujours nouveaux et plus vigoureux, afin de perpétuer en eux le combat de cet antagonisme que le mot commun d’« art » ne fait qu’en apparence surmonter ; jusqu’à ce qu’enfin, par un acte métaphysique miraculeux de la « volonté » hellénique, ils apparaissent accouplés l’un à l’autre et produisent finalement, dans cet accouplement, l’œuvre d’art aussi dionysiaque qu’apollinienne de la tragédie attique. Pour nous rendre plus proches ces deux instincts, représentons-nous-les d’abord comme les mondes artistiques séparés du rêve et de l’ivresse ; entre ces phénomènes physiologiques se remarque un antagonisme correspondant à celui qui existe entre l’apollinien et le dionysiaque. Dans le rêve, selon la représentation de Lucrèce, les magnifiques figures des dieux apparurent pour la première fois aux âmes des hommes ; dans le rêve, le grand sculpteur vit la ravissante structure corporelle d’êtres surhumains ; et le poète hellénique, interrogé sur les secrets de la procréation poétique, aurait lui aussi évoqué le rêve et donné un enseignement semblable à celui que donne Hans Sachs dans Les Maîtres chanteurs : « Mon ami, c’est précisément l’œuvre du poète que d’interpréter et de retenir ses rêves. Croyez-moi, la plus vraie illusion de l’homme lui est révélée en rêve : tout art poétique et toute poésie ne sont qu’interprétation de rêves véridiques. » La belle apparence des mondes du rêve, dans la production desquels tout homme est un artiste accompli, est la condition préalable de tout art plastique, et même, comme nous le verrons, d’une moitié importante de la poésie. Nous jouissons de la figure dans une compréhension immédiate ; toutes les formes nous parlent, rien n’est indifférent ni superflu. Pourtant, au cœur de la vie la plus intense de cette réalité onirique, nous conservons encore le sentiment diffus de son apparence : telle est du moins mon expérience, et je pourrais produire maint témoignage et maint propos de poète attestant sa fréquence, voire sa normalité. L’homme philosophe pressent même que, sous cette réalité dans laquelle nous vivons et sommes, une seconde réalité, entièrement autre, demeure cachée, et que celle-ci est donc, elle aussi, une apparence ; Schopenhauer désigne franchement comme le signe de l’aptitude philosophique le don par lequel, à certains moments, les hommes et toutes choses apparaissent à quelqu’un comme de simples fantômes ou images de rêve. Or, l’homme susceptible d’émotion artistique se comporte envers la réalité du rêve comme le philosophe envers la réalité de l’existence ; il l’observe exactement et volontiers, car c’est à partir de ces images qu’il interprète la vie, et par ces événements qu’il s’exerce à la vie. Ce ne sont nullement les seules images agréables et amicales qu’il éprouve sur lui-même avec cette universelle intelligence : le sérieux, le trouble, le triste, le sombre, les obstacles soudains, les taquineries du hasard, les attentes angoissées, bref toute la « divine comédie » de la vie, avec son Inferno, passe devant lui, non pas seulement comme un jeu d’ombres, car il vit et souffre au sein de ces scènes, mais sans être non plus privé de ce sentiment fugitif de l’apparence ; et peut-être plus d’un se souvient-il, comme moi, de s’être parfois écrié, pour s’encourager au milieu des périls et des terreurs du rêve, et avec succès : « C’est un rêve ! Je veux continuer à le rêver ! » De même, on m’a parlé de personnes capables de prolonger la causalité d’un seul et même rêve durant trois nuits consécutives ou davantage : faits qui témoignent clairement que notre être le plus intime, le fond commun à nous tous, éprouve le rêve en lui-même avec un profond plaisir et une joyeuse nécessité. Cette joyeuse nécessité de l’expérience onirique a également été exprimée par les Grecs dans leur Apollon : Apollon, dieu de toutes les puissances plastiques, est en même temps le dieu divinatoire. Lui qui, par sa racine, est le « Brillant », la divinité de la lumière, règne aussi sur la belle apparence du monde intérieur de l’imagination. La vérité supérieure, la perfection de ces états par opposition à la réalité diurne, dont l’intelligibilité est lacunaire, puis la conscience profonde de la nature guérisseuse et secourable du sommeil et du rêve, constituent tout à la fois l’analogue symbolique de la faculté divinatoire et, plus généralement, des arts par lesquels la vie devient possible et digne d’être vécue. Mais cette ligne délicate que l’image du rêve ne doit pas franchir sous peine de produire un effet pathologique, faute de quoi l’apparence nous tromperait en se donnant pour une grossière réalité, ne doit pas non plus manquer dans l’image d’Apollon : cette limitation mesurée, cette absence de mouvements trop sauvages, ce calme plein de sagesse du dieu sculpteur. Son œil doit être « solaire », conformément à son origine ; même lorsqu’il s’irrite et regarde avec déplaisir, la consécration de la belle apparence repose sur lui. Et l’on pourrait ainsi appliquer à Apollon, dans un sens excentrique, ce que Schopenhauer dit de l’homme pris dans le voile de Maya. Le Monde comme volonté et comme représentation, I, p. 416 : « De même que, sur la mer déchaînée qui, sans limites de tous côtés, soulève et abaisse en hurlant des montagnes de vagues, un marin est assis dans une barque, confiant dans sa frêle embarcation ; de même, au milieu d’un monde de tourments, l’homme individuel demeure assis paisiblement, soutenu par le principium individuationis et confiant en lui. » Oui, il faudrait dire d’Apollon qu’en lui la confiance inébranlable en ce principium et la calme immobilité de celui qui y est pris ont reçu leur expression la plus sublime ; et l’on pourrait même désigner Apollon comme la magnifique image divine du principii individuationis, dont les gestes et les regards nous feraient entendre tout le plaisir et toute la sagesse de l’« apparence », avec sa beauté.
Concepts de ce passage
Soin de l’âme
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Éternel retour
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Famille
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Généalogie des valeurs
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Dieu
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Espérance
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Individuation
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Enquête perspectiviste
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Pauvreté et richesse
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Principe d’individuation
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Symbole psychique
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Raison
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Ressentiment
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Dépassement de soi
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Péché
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Guerre et paix
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Volonté de puissance
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Sagesse
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