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Friedrich Nietzsche

Ecce Homo Bloc s01

Bloc 14 sur 73

Référence canonique b0014.s01

Allemand

Warum ich so klug bin. 1. - Warum ich Einiges mehr weiss? Warum ich überhaupt so klug bin? Ich habe nie über Fragen nachgedacht, die keine sind, - ich habe mich nicht verschwendet. - Eigentliche religiöse Schwierigkeiten zum Beispiel kenne ich nicht aus Erfahrung. Es ist mir gänzlich entgangen, in wiefern ich „sündhaft“ sein sollte. Insgleichen fehlt mir ein zuverlässiges Kriterium dafür, was ein Gewissensbiss ist: nach dem, was man darüber hört, scheint mir ein Gewissensbiss nichts Achtbares… Ich möchte nicht eine Handlung hinterdrein in Stich lassen, ich würde vorziehn, den schlimmen Ausgang, die Folgen grundsätzlich aus der Werthfrage wegzulassen. Man verliert beim schlimmen Ausgang gar zu leicht den richtigen Blick für Das, was man that: ein Gewissensbiss scheint mir eine Art „böser Blick“. Etwas, das fehlschlägt, um so mehr bei sich in Ehren halten, weil es fehlschlug - das gehört eher schon zu meiner Moral. - „Gott“, „Unsterblichkeit der Seele“, „Erlösung“, „Jenseits“ lauter Begriffe, denen ich keine Aufmerksamkeit, auch keine Zeit geschenkt habe, selbst als Kind nicht, - ich war vielleicht nie kindlich genug dazu? - Ich kenne den Atheismus durchaus nicht als Ergebniss, noch weniger als Ereigniss: er versteht sich bei mir aus Instinkt. Ich bin zu neugierig, zu fragwürdig, zu übermüthig, um mir eine faustgrobe Antwort gefallen zu lassen. Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelicatesse gegen uns Denker - , im Grunde sogar bloss ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht denken!… Ganz anders interessirt mich eine Frage, an der mehr das „Heil der Menschheit“ hängt, als an irgend einer Theologen-Curiosität: die Frage der Ernährung. Man kann sie sich, zum Handgebrauch, so formuliren: „wie hast gerade du dich zu ernähren, um zu deinem Maximum von Kraft, von Virtù im Renaissance-Stile, von moralinfreier Tugend zu kommen?“ - Meine Erfahrungen sind hier so schlimm als möglich; ich bin erstaunt, diese Frage so spät gehört, aus diesen Erfahrungen so spät „Vernunft“ gelernt zu haben. Nur die vollkommne Nichtswürdigkeit unsrer deutschen Bildung - ihr „Idealismus“ - erklärt mir einigermaassen, weshalb ich gerade hier rückständig bis zur Heiligkeit war. Diese „Bildung“, welche von vornherein die Realitäten aus den Augen verlieren lehrt, um durchaus problematischen, sogenannten „idealen“ Zielen nachzujagen, zum Beispiel der „klassischen Bildung“: - als ob es nicht von vornherein verurtheilt wäre, „klassisch“ und „deutsch“ in Einen Begriff zu einigen! Mehr noch, es wirkt erheiternd, - man denke sich einmal einen „klassisch gebildeten“ Leipziger! - In der That, ich habe bis zu meinen reifsten Jahren immer nur schlecht gegessen, - moralisch ausgedrückt „unpersönlich“, „selbstlos“, „altruistisch“, zum Heil der Köche und andrer Mitchristen. Ich verneinte zum Beispiel durch Leipziger Küche, gleichzeitig mit meinem ersten Studium Schopenhauer’s (1865), sehr ernsthaft meinen „Willen zum Leben“. Sich zum Zweck unzureichender Ernährung auch noch den Magen verderben - dies Problem schien mir die genannte Küche zum Verwundern glücklich zu lösen. (Man sagt, 1866 habe darin eine Wendung hervorgebracht - .) Aber die deutsche Küche überhaupt - was hat sie nicht Alles auf dem Gewissen! Die Suppe vor der Mahlzeit (noch in Venetianischen Kochbüchern des 16. Jahrhunderts alla tedesca genannt); die ausgekochten Fleische, die fett und mehlig gemachten Gemüse; die Entartung der Mehlspeise zum Briefbeschwerer! Rechnet man gar noch die geradezu viehischen Nachguss-Bedürfnisse der alten, durchaus nicht bloss alten Deutschen dazu, so versteht man auch die Herkunft des deutschen Geistes - aus betrübten Eingeweiden… Der deutsche Geist ist eine Indigestion, er wird mit Nichts fertig. - Aber auch die englische Diät, die, im Vergleich mit der deutschen, selbst der französischen, eine Art „Rückkehr zur Natur“, nämlich zum Canibalismus ist, geht meinem eignen Instinkt tief zuwider; es scheint mir, dass sie dem Geist schwere Füsse giebt - Engländerinnen-Füsse… Die beste Küche ist die Piemont’s. - Alkoholika sind mir nachtheilig; ein Glas Wein oder Bier des Tags reicht vollkommen aus, mir aus dem Leben ein „Jammerthal“ zu machen, - in München leben meine Antipoden. Gesetzt, dass ich dies ein wenig spät begriff, erlebt habe ich’s eigentlich von Kindesbeinen an. Als Knabe glaubte ich, Weintrinken sei wie Tabakrauchen anfangs nur eine Vanitas junger Männer, später eine schlechte Gewöhnung. Vielleicht, dass an diesem herben Urtheil auch der Naumburger Wein mit schuld ist. Zu glauben, dass der Wein erheitert, dazu müsste ich Christ sein, will sagen glauben, was gerade für mich eine Absurdität ist. Seltsam genug, bei dieser extremen Verstimmbarkeit durch kleine, stark verdünnte Dosen Alkohol, werde ich beinahe zum Seemann, wenn es sich um starke Dosen handelt. Schon als Knabe hatte ich hierin meine Tapferkeit. Eine lange lateinische Abhandlung in Einer Nachtwache niederzuschreiben und auch noch abzuschreiben, mit dem Ehrgeiz in der Feder, es meinem Vorbilde Sallust in Strenge und Gedrängtheit nachzuthun und einigen Grog von schwerstem Kaliber über mein Latein zu giessen, dies stand schon, als ich Schüler der ehrwürdigen Schulpforta war, durchaus nicht im Widerspruch zu meiner Physiologie, noch vielleicht auch zu der des Sallust - wie sehr auch immer zur ehrwürdigen Schulpforta… Später, gegen die Mitte des Lebens hin, entschied ich mich freilich immer strenger gegen jedwedes „geistige“ Getränk: ich, ein Gegner des Vegetarierthums aus Erfahrung, ganz wie Richard Wagner, der mich bekehrt hat, weiss nicht ernsthaft genug die unbedingte Enthaltung von Alcoholicis allen geistigeren Naturen anzurathen. Wasser thut’s… Ich ziehe Orte vor, wo man überall Gelegenheit hat, aus fliessenden Brunnen zu schöpfen (Nizza, Turin, Sils); ein kleines Glas läuft mir nach wie ein Hund. In vino veritas: es scheint, dass ich auch hier wieder über den Begriff „Wahrheit“ mit aller Welt uneins bin: - bei mir schwebt der Geist über dem Wasser… Ein paar Fingerzeige noch aus meiner Moral. Eine starke Mahlzeit ist leichter zu verdauen als eine zu kleine. Dass der Magen als Ganzes in Thätigkeit tritt, erste Voraussetzung einer guten Verdauung. Man muss die Grösse seines Magens kennen. Aus gleichem Grunde sind jene langwierigen Mahlzeiten zu widerrathen, die ich unterbrochne Opferfeste nenne, die an der table d’hôte. - Keine Zwischenmahlzeiten, keinen Café: Café verdüstert. Thee nur morgens zuträglich. Wenig, aber energisch; Thee sehr nachtheilig und den ganzen Tag ankränkelnd, wenn er nur um einen Grad zu schwach ist. Jeder hat hier sein Maass, oft zwischen den engsten und delikatesten Grenzen. In einem sehr agaçanten Klima ist Thee als Anfang unräthlich: man soll eine Stunde vorher eine Tasse dicken entölten Cacao’s den Anfang machen lassen. - So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung, - in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern.

Anglais Traduction générée par IA, non officielle

Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13

Why I Am So Clever. 1. Why do I know a few things more? Why am I clever at all? I have never reflected on questions that are not questions; I have not squandered myself. Actual religious difficulties, for example, I do not know from experience. It has entirely escaped me in what respect I should be “sinful.” Likewise, I lack a reliable criterion for what a pang of conscience is: from what one hears about it, a pang of conscience seems to me nothing respectable… I should not like to abandon an action afterward; I would prefer, on principle, to leave a bad outcome, the consequences, out of the question of value. When the outcome is bad, one all too easily loses the proper view of what one did: a pang of conscience seems to me a kind of “evil eye.” To hold something in all the greater honor within oneself because it failed, that belongs more properly to my morality. “God,” “immortality of the soul,” “redemption,” “the beyond”: all concepts to which I have given neither attention nor time, even as a child; perhaps I was never childlike enough for them? I know atheism by no means as a result, still less as an event: in me it is self-evident by instinct. I am too curious, too questioning, too high-spirited to tolerate a fist-coarse answer. God is a fist-coarse answer, an indelicacy toward us thinkers, fundamentally even just a fist-coarse prohibition imposed on us: you shall not think!… I am interested in an entirely different question, upon which the “salvation of humanity” depends more than upon any theological curiosity: the question of nutrition. For practical purposes, it may be formulated thus: “how must you in particular nourish yourself in order to attain your maximum of strength, of Virtù in the Renaissance style, of virtue free of moraline?” My experiences here are as bad as possible; I am astonished that I heard this question so late, that I learned “reason” from these experiences so late. Only the utter worthlessness of our German education, its “idealism,” explains to some extent why precisely here I was backward to the point of holiness. This “education,” which from the outset teaches one to lose sight of realities in order to chase thoroughly problematic, so-called “ideal” goals, for example “classical education”: as if it were not condemned from the outset to combine “classical” and “German” in a single concept! More than that, it is amusing: just imagine a “classically educated” Leipziger! In fact, until my most mature years I always ate badly, morally expressed, “impersonally,” “selflessly,” “altruistically,” for the salvation of cooks and other fellow Christians. Through Leipzig cuisine, for example, at the same time as my first study of Schopenhauer (1865), I denied my “will to life” in all seriousness. To ruin one’s stomach for the purpose of inadequate nourishment as well: this problem the aforementioned cuisine seemed to me to solve with astonishing success. (It is said that 1866 brought a change in this respect.) But German cuisine in general, what does it not have on its conscience! Soup before the meal (still called alla tedesca in Venetian cookbooks of the sixteenth century); meat boiled to death, vegetables made fatty and floury; the degeneration of the pastry into a paperweight! If one adds the downright bestial need of the old Germans, and by no means only the old ones, to wash it all down, one also understands the origin of the German spirit: from afflicted entrails… The German spirit is an indigestion; it finishes with nothing. But the English diet too, which, compared with the German, even with the French, is a kind of “return to nature,” namely to cannibalism, deeply offends my own instinct; it seems to me that it gives the spirit heavy feet, Englishwomen’s feet… The best cuisine is that of Piedmont. Alcoholic drinks are harmful to me; one glass of wine or beer a day is quite enough to turn life into a “vale of tears” for me: in Munich live my antipodes. Granted that I understood this a little late, I had actually experienced it from childhood onward. As a boy, I believed that drinking wine, like smoking tobacco, was at first merely a vanitas of young men, later a bad habit. Perhaps the Naumburg wine was also partly to blame for this harsh judgment. To believe that wine makes one cheerful, I would have to be a Christian, which is to say, believe what for me in particular is an absurdity. Strangely enough, with this extreme susceptibility to being put out of tune by small, highly diluted doses of alcohol, I become almost a sailor when strong doses are involved. Even as a boy, I had my courage in this. To write out a long Latin treatise in a single night watch and then make a fair copy of it as well, with the ambition in my pen to emulate my model Sallust in severity and compression, and to pour over my Latin some grog of the heaviest caliber: this, even when I was a pupil at the venerable Schulpforta, was by no means at odds with my physiology, nor perhaps with Sallust’s either, however much it may have been at odds with the venerable Schulpforta… Later, toward the middle of life, I admittedly decided with ever greater strictness against every kind of “spirituous” drink: I, an opponent of vegetarianism from experience, just like Richard Wagner, who converted me, cannot earnestly enough advise all more spiritual natures to abstain unconditionally from Alcoholicis. Water does the job… I prefer places where one has an opportunity everywhere to draw from running fountains (Nice, Turin, Sils); a little glass follows me like a dog. In vino veritas: it seems that here again I disagree with the whole world about the concept of “truth”: in my case, the spirit hovers over the water… A few more hints from my morality. A substantial meal is easier to digest than one that is too small. That the stomach should enter into activity as a whole is the first prerequisite of good digestion. One must know the size of one’s stomach. For the same reason, those protracted meals that I call interrupted sacrificial festivals, those at the table d’hôte, are to be discouraged. No snacks between meals, no coffee: coffee darkens the mind. Tea is beneficial only in the morning. Little, but strong; tea is very harmful and makes one feel ailing all day if it is even one degree too weak. Everyone has his measure here, often within the narrowest and most delicate limits. In a very irritating climate, tea is inadvisable as a beginning: one should let a cup of thick, defatted cocoa make the beginning an hour beforehand. Sit as little as possible; place no faith in any thought that was not born in the open air and amid free movement, in which the muscles too do not celebrate a festival.

Français Traduction générée par IA, non officielle

Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13

Pourquoi je suis si avisé. 1. Pourquoi est-ce que j’en sais un peu plus ? Pourquoi suis-je, somme toute, si avisé ? Je n’ai jamais réfléchi à des questions qui n’en sont pas, je ne me suis pas gaspillé. Les véritables difficultés religieuses, par exemple, je ne les connais pas par expérience. Il m’a complètement échappé de comprendre en quoi je devrais être « pécheur ». De même, il me manque un critère fiable pour déterminer ce qu’est un remords : d’après ce qu’on en entend dire, un remords ne me paraît rien de respectable… Je ne voudrais pas abandonner après coup une action ; je préférerais écarter par principe l’issue fâcheuse, les conséquences, de la question de la valeur. Quand l’issue est fâcheuse, on perd bien trop facilement la juste perspective sur ce que l’on a fait : un remords me paraît être une sorte de « mauvais œil ». Tenir d’autant plus en honneur auprès de soi quelque chose qui échoue, parce qu’il a échoué, cela appartient plutôt à ma morale. « Dieu », « immortalité de l’âme », « rédemption », « au-delà », autant de concepts auxquels je n’ai accordé ni attention ni temps, même enfant ; peut-être n’ai-je jamais été assez enfantin pour cela ? Je ne connais nullement l’athéisme comme résultat, encore moins comme événement : il va chez moi de soi, par instinct. Je suis trop curieux, trop sujet au questionnement, trop présomptueux pour me contenter d’une réponse à coups de poing. Dieu est une réponse à coups de poing, une indélicatesse envers nous autres penseurs, au fond même une simple interdiction à coups de poing qui nous est faite : vous ne devez pas penser !… Tout autre est la question qui m’intéresse, et dont dépend davantage le « salut de l’humanité » que de n’importe quelle curiosité de théologien : la question de l’alimentation. Pour l’usage pratique, on peut la formuler ainsi : « comment dois-tu précisément te nourrir, toi, afin de parvenir à ton maximum de force, de Virtù au sens de la Renaissance, de vertu affranchie de moraline ? » Mes expériences sont ici aussi mauvaises que possible ; je m’étonne d’avoir entendu cette question si tard, d’avoir si tard appris la « raison » de ces expériences. Seule l’abjection parfaite de notre culture allemande, son « idéalisme », m’explique quelque peu pourquoi, précisément ici, je suis resté arriéré jusqu’à la sainteté. Cette « culture », qui enseigne dès le départ à perdre de vue les réalités pour courir après des fins absolument problématiques, dites « idéales », par exemple la « culture classique » : comme si unir en un seul concept « classique » et « allemand » n’était pas condamné d’avance ! Bien davantage, cela égaye ; qu’on imagine donc un habitant de Leipzig « de culture classique » ! En vérité, jusqu’à mes années les plus mûres, j’ai toujours mal mangé, pour l’exprimer moralement, de manière « impersonnelle », « désintéressée », « altruiste », pour le salut des cuisiniers et d’autres frères chrétiens. Avec la cuisine de Leipzig, par exemple, et simultanément avec ma première étude de Schopenhauer (1865), je niais très sérieusement ma « volonté de vivre ». Se gâter encore l’estomac afin de se nourrir insuffisamment, voilà un problème que ladite cuisine me semblait résoudre avec un bonheur admirable. (On dit que 1866 y apporta un tournant.) Mais la cuisine allemande en général, que n’a-t-elle pas sur la conscience ! La soupe avant le repas (encore appelée alla tedesca dans les livres de cuisine vénitiens du XVIe siècle) ; les viandes trop bouillies, les légumes rendus gras et farineux ; la dégénérescence de l’entremets farineux en presse-papiers ! Si l’on y ajoute encore les besoins de boire par-dessus, proprement bestiaux, des vieux Allemands, et nullement des seuls vieux Allemands, on comprend aussi l’origine de l’esprit allemand : il vient d’entrailles affligées… L’esprit allemand est une indigestion, il ne vient à bout de rien. Mais le régime anglais aussi, qui, comparé à l’allemand, voire au français, est une sorte de « retour à la nature », à savoir au cannibalisme, répugne profondément à mon propre instinct ; il me semble qu’il donne à l’esprit des pieds lourds, des pieds d’Anglaises… La meilleure cuisine est celle du Piémont. Les boissons alcooliques me sont nuisibles ; un verre de vin ou de bière par jour suffit parfaitement à faire de la vie une « vallée de larmes » ; à Munich vivent mes antipodes. À supposer que je l’aie compris un peu tard, je l’ai au fond éprouvé dès l’enfance. Garçon, je croyais que boire du vin était, comme fumer du tabac, d’abord une Vanitas de jeunes hommes, puis une mauvaise habitude. Peut-être le vin de Naumburg est-il lui aussi en partie responsable de ce jugement sévère. Pour croire que le vin égaye, il faudrait que je sois chrétien, je veux dire que je croie ce qui, précisément pour moi, est une absurdité. Chose assez étrange, avec cette extrême disposition à être indisposé par de petites doses d’alcool très diluées, je deviens presque marin lorsqu’il s’agit de fortes doses. Garçon déjà, j’avais là ma bravoure. Écrire en une seule veille une longue dissertation latine, puis la mettre au propre, avec dans la plume l’ambition d’imiter mon modèle Salluste dans sa rigueur et sa concision, et verser sur mon latin quelques grogs du plus gros calibre, cela ne contredisait nullement ma physiologie, alors même que j’étais élève de la vénérable Schulpforta, ni peut-être celle de Salluste, tout autant que cela contredisait la vénérable Schulpforta… Plus tard, vers le milieu de la vie, je me prononçai certes avec toujours plus de rigueur contre toute boisson « spiritueuse » : moi qui suis, par expérience, un adversaire du végétarisme, tout comme Richard Wagner, qui m’a converti, je ne saurais recommander assez sérieusement l’abstinence absolue d’Alcoholicis à toutes les natures plus spirituelles. L’eau suffit… Je préfère les lieux où l’on a partout l’occasion de puiser à des fontaines courantes (Nice, Turin, Sils) ; un petit verre me suit comme un chien. In vino veritas : il semble qu’ici encore je sois en désaccord avec tout le monde sur le concept de « vérité » ; chez moi, l’esprit plane au-dessus de l’eau… Encore quelques indications tirées de ma morale. Un repas copieux est plus facile à digérer qu’un repas trop petit. Que l’estomac entre en activité comme un tout, première condition d’une bonne digestion. Il faut connaître la capacité de son estomac. Pour la même raison, il faut déconseiller ces repas interminables que j’appelle des fêtes sacrificielles interrompues, ceux de la table d’hôte. Aucun repas entre les repas, aucun café : le café assombrit. Le thé n’est salutaire que le matin. Peu, mais fort ; le thé est très nuisible et vous rend souffrant toute la journée s’il est seulement trop faible d’un degré. Chacun a ici sa mesure, souvent comprise entre les limites les plus étroites et les plus délicates. Dans un climat très agaçant, le thé est déconseillé pour commencer : une heure auparavant, il faut laisser une tasse de cacao épais et dégraissé donner le coup d’envoi. Rester assis aussi peu que possible ; n’accorder foi à aucune pensée qui ne soit née au grand air et dans le libre mouvement, dans laquelle les muscles ne célèbrent pas eux aussi une fête.

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