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Friedrich Nietzsche
Généalogie de la morale Bloc s01
Bloc 36 sur 84
Référence canonique b0036.s01
Allemand
11. - Hier ein ablehnendes Wort gegen neuerdings hervorgetretene Versuche, den Ursprung der Gerechtigkeit auf einem ganz andren Boden zu suchen, - nämlich auf dem des Ressentiment. Den Psychologen voran in’s Ohr gesagt, gesetzt dass sie Lust haben sollten, das Ressentiment selbst einmal aus der Nähe zu studieren: diese Pflanze blüht jetzt am schönsten unter Anarchisten und Antisemiten, übrigens so wie sie immer geblüht hat, im Verborgnen, dem Veilchen gleich, wenn schon mit andrem Duft. Und wie aus Gleichem nothwendig immer Gleiches hervorgehn muss, so wird es nicht überraschen, gerade wieder aus solchen Kreisen Versuche hervorgehen zu sehn, wie sie schon öfter dagewesen sind - vergleiche oben Seite 30 - , die Rache unter dem Namen der Gerechtigkeit zu heiligen - wie als ob Gerechtigkeit im Grunde nur eine Fortentwicklung vom Gefühle des Verletzt-seins wäre - und mit der Rache die reaktiven Affekte überhaupt und allesammt nachträglich zu Ehren zu bringen. An Letzterem selbst würde ich am wenigsten Anstoss nehmen: es schiene mir sogar in Hinsicht auf das ganze biologische Problem (in Bezug auf welches der Werth jener Affekte bisher unterschätzt worden ist) ein Verdienst. Worauf ich allein aufmerksam mache, ist der Umstand, dass es der Geist des Ressentiment selbst ist, aus dem diese neue Nuance von wissenschaftlicher Billigkeit (zu Gunsten von Hass, Neid, Missgunst, Argwohn, Rancune, Rache) herauswächst. Diese „wissenschaftliche Billigkeit“ nämlich pausirt sofort und macht Accenten tödtlicher Feindschaft und Voreingenommenheit Platz, sobald es sich um eine andre Gruppe von Affekten handelt, die, wie mich dünkt, von einem noch viel höheren biologischen Werthe sind, als jene reaktiven, und folglich erst recht verdienten, wissenschaftlich abgeschätzt und hochgeschätzt zu werden: nämlich die eigentlich aktiven Affekte, wie Herrschsucht, Habsucht und dergleichen. (E. Dühring, Werth des Lebens; Cursus der Philosophie; im Grunde überall.) So viel gegen diese Tendenz im Allgemeinen: was aber gar den einzelnen Satz Dühring’s angeht, dass die Heimat der Gerechtigkeit auf dem Boden des reaktiven Gefühls zu suchen sei, so muss man ihm, der Wahrheit zu Liebe, mit schroffer Umkehrung diesen andren Satz entgegenstellen: der letzte Boden, der vom Geiste der Gerechtigkeit erobert wird, ist der Boden des reaktiven Gefühls! Wenn es wirklich vorkommt, dass der gerechte Mensch gerecht sogar gegen seine Schädiger bleibt (und nicht nur kalt, massvoll, fremd, gleichgültig: Gerecht-sein ist immer ein positives Verhalten), wenn sich selbst unter dem Ansturz persönlicher Verletzung, Verhöhnung, Verdächtigung die hohe, klare, ebenso tief als mildblickende Objektivität des gerechten, des richtenden Auges nicht trübt, nun, so ist das ein Stück Vollendung und höchster Meisterschaft auf Erden, - sogar Etwas, das man hier kluger Weise nicht erwarten, woran man jedenfalls nicht gar zu leicht glauben soll. Gewiss ist durchschnittlich, dass selbst bei den rechtschaffensten Personen schon eine kleine Dosis von Angriff, Bosheit, Insinuation genügt, um ihnen das Blut in die Augen und die Billigkeit aus den Augen zu jagen. Der aktive, der angreifende, übergreifende Mensch ist immer noch der Gerechtigkeit hundert Schritte näher gestellt als der reaktive; es ist eben für ihn durchaus nicht nöthig, in der Art, wie es der reaktive Mensch thut, thun muss, sein Objekt falsch und voreingenommen abzuschätzen. Thatsächlich hat deshalb zu allen Zeiten der aggressive Mensch, als der Stärkere, Muthigere, Vornehmere, auch das freiere Auge, das bessere Gewissen auf seiner Seite gehabt: umgekehrt erräth man schon, wer überhaupt die Erfindung des „schlechten Gewissens“ auf dem Gewissen hat, - der Mensch des Ressentiment! Zuletzt sehe man sich doch in der Geschichte um: in welcher Sphäre ist denn bisher überhaupt die ganze Handhabung des Rechts, auch das eigentliche Bedürfniss nach Recht auf Erden heimisch gewesen? Etwa in der Sphäre der reaktiven Menschen? Ganz und gar nicht: vielmehr in der der Aktiven, Starken, Spontanen, Aggressiven. Historisch betrachtet, stellt das Recht auf Erden - zum Verdruss des genannten Agitator’s sei es gesagt (der selber einmal über sich das Bekenntniss ablegt: „die Rachelehre hat sich als der rothe Gerechtigkeitsfaden durch alle meine Arbeiten und Anstrengungen hindurchgezogen“) - den Kampf gerade wider die reaktiven Gefühle vor, den Krieg mit denselben seitens aktiver und aggressiver Mächte, welche ihre Stärke zum Theil dazu verwendeten, der Ausschweifung des reaktiven Pathos Halt und Maass zu gebieten und einen Vergleich zu erzwingen. Überall, wo Gerechtigkeit geübt, Gerechtigkeit aufrecht erhalten wird, sieht man eine stärkere Macht in Bezug auf ihr unterstehende Schwächere (seien es Gruppen, seien es Einzelne) nach Mitteln suchen, unter diesen dem unsinnigen Wüthen des Ressentiment ein Ende zu machen, indem sie theils das Objekt des Ressentiment aus den Händen der Rache herauszieht, theils an Stelle der Rache ihrerseits den Kampf gegen die Feinde des Friedens und der Ordnung setzt, theils Ausgleiche erfindet, vorschlägt, unter Umständen aufnöthigt, theils gewisse Äquivalente von Schädigungen zur Norm erhebt, an welche von nun an das Ressentiment ein für alle Mal gewiesen ist. Das Entscheidenste aber, was die oberste Gewalt gegen die Übermacht der Gegen- und Nachgefühle thut und durchsetzt - sie thut es immer, sobald sie irgendwie stark genug dazu ist - ist die Aufrichtung des Gesetzes, die imperativische Erklärung darüber, was überhaupt unter ihren Augen als erlaubt, als recht, was als verboten, als unrecht zu gelten habe: indem sie nach Aufrichtung des Gesetzes Übergriffe und Willkür-Akte Einzelner oder ganzer Gruppen als Frevel am Gesetz, als Auflehnung gegen die oberste Gewalt selbst behandelt, lenkt sie das Gefühl ihrer Untergebenen von dem nächsten durch solche Frevel angerichteten Schaden ab und erreicht damit auf die Dauer das Umgekehrte von dem, was alle Rache will, welche den Gesichtspunkt des Geschädigten allein sieht, allein gelten lässt - : von nun an wird das Auge für eine immer unpersönlichere Abschätzung der That eingeübt, sogar das Auge des Geschädigten selbst (obschon dies am allerletzten, wie voran bemerkt wurde). - Demgemäss giebt es erst von der Aufrichtung des Gesetzes an „Recht“ und „Unrecht“ (und nicht, wie Dühring will, von dem Akte der Verletzung an). An sich von Recht und Unrecht reden entbehrt alles Sinns, an sich kann natürlich ein Verletzen, Vergewaltigen, Ausbeuten, Vernichten nichts „Unrechtes“ sein, insofern das Leben essentiell, nämlich in seinen Grundfunktionen verletzend, vergewaltigend, ausbeutend, vernichtend fungirt und gar nicht gedacht werden kann ohne diesen Charakter.
Anglais Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
11. Here a word of rejection concerning recent attempts to seek the origin of justice on entirely different ground, namely that of ressentiment. A word first whispered into the ears of psychologists, supposing they should ever feel inclined to study ressentiment itself at close quarters: today this plant blooms most beautifully among anarchists and anti-Semites, just as it has always bloomed, in concealment, like the violet, though with a different scent. And since like must always necessarily produce like, it will come as no surprise to see attempts emerging once again from precisely such circles, as they have often done before (compare page 30 above), to sanctify revenge under the name of justice, as though justice were fundamentally only a further development of the feeling of having been injured, and, along with revenge, retrospectively to restore to honor all the reactive affects without exception. The latter itself would give me the least offense: indeed, with regard to the whole biological problem (in relation to which the value of those affects has hitherto been underestimated), it would even seem to me a merit. The only point to which I draw attention is that this new nuance of scientific fairness (in favor of hatred, envy, ill will, suspicion, rancor, revenge) grows out of the spirit of ressentiment itself. For this “scientific fairness” immediately ceases and gives way to accents of deadly hostility and prejudice as soon as another group of affects is at issue, affects which, it seems to me, possess a far higher biological value than those reactive ones, and which therefore deserve all the more to be scientifically assessed and highly valued: namely the genuinely active affects, such as the lust to dominate, acquisitiveness, and the like. (E. Dühring, The Value of Life; Course of Philosophy; fundamentally, everywhere.) So much against this tendency in general. But as for Dühring’s particular proposition that the homeland of justice is to be sought on the ground of reactive feeling, one must, for the sake of truth, oppose to it this other proposition in a sharp reversal: the last ground conquered by the spirit of justice is the ground of reactive feeling! If it really happens that the just man remains just even toward those who injure him (and not merely cold, measured, distant, indifferent: being just is always a positive mode of conduct), if the lofty, clear objectivity of the just and judging eye, an eye that looks as deeply as it does mildly, does not grow clouded even under the assault of personal injury, mockery, and suspicion, well, that is a piece of perfection and supreme mastery on earth, indeed something one would be wise not to expect here, and which one should certainly not believe in too readily. It is assuredly true on average that, even in the most upright persons, a small dose of attack, malice, or insinuation is enough to drive the blood into their eyes and fairness out of their sight. The active, attacking, encroaching man still stands a hundred steps closer to justice than the reactive man; for he has absolutely no need to assess his object falsely and with prejudice, as the reactive man does and must do. In fact, therefore, in every age the aggressive man, as the stronger, more courageous, nobler man, has also had the freer eye and the better conscience on his side. Conversely, one can already guess who has the invention of the “bad conscience” on his conscience: the man of ressentiment! Finally, just look around in history: in what sphere has the entire administration of law, and even the actual need for law on earth, been at home until now? Perhaps in the sphere of reactive men? Not at all: rather, in that of the active, strong, spontaneous, aggressive. Historically considered, law on earth, let it be said to the annoyance of the agitator named above (who once makes this confession about himself: “the doctrine of revenge has run like the red thread of justice through all my work and endeavors”), represents precisely the struggle against reactive feelings, the war waged upon them by active and aggressive powers, which employed part of their strength to halt and restrain the excesses of reactive pathos and to compel a settlement. Wherever justice is practiced and maintained, one sees a stronger power seeking means, in relation to weaker parties subordinate to it (whether groups or individuals), to put an end among them to the senseless raging of ressentiment: partly by wresting the object of ressentiment from the hands of revenge; partly by substituting for revenge its own struggle against the enemies of peace and order; partly by devising, proposing, and in some circumstances imposing settlements; partly by establishing as norms certain equivalents for injuries, to which ressentiment is henceforth referred once and for all. But the most decisive thing that the supreme authority does and enforces against the ascendancy of counter-feelings and after-feelings, and it always does this as soon as it is strong enough in any way, is the establishment of law, the imperative declaration of what in its eyes is to count at all as permitted and right, and what as forbidden and wrong. By treating the encroachments and arbitrary acts of individuals or whole groups, after the establishment of law, as offenses against the law, as rebellion against the supreme authority itself, it diverts the feeling of its subordinates away from the immediate harm caused by such offenses and thereby achieves, in the long run, the opposite of what all revenge desires, which sees and admits only the viewpoint of the injured party: from now on the eye is trained toward an increasingly impersonal assessment of the deed, even the eye of the injured party himself (although this comes last of all, as noted above). Accordingly, only from the establishment of law onward do “right” and “wrong” exist (and not, as Dühring would have it, from the act of injury onward). To speak of right and wrong in themselves is devoid of all sense; in itself, an injuring, violating, exploiting, or destroying can of course be nothing “wrong,” insofar as life functions essentially, that is, in its basic functions, by injuring, violating, exploiting, and destroying, and cannot be conceived at all without this character.
Français Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
11. Voici un mot de rejet contre les tentatives récemment apparues pour chercher l’origine de la justice sur un tout autre terrain, à savoir celui du ressentiment. Disons-le d’abord à l’oreille des psychologues, à supposer qu’ils aient envie d’étudier un jour le ressentiment lui-même de près : cette plante fleurit aujourd’hui de la plus belle manière chez les anarchistes et les antisémites, comme elle a d’ailleurs toujours fleuri, dans le secret, telle la violette, quoique avec un autre parfum. Et puisque du semblable doit nécessairement toujours procéder le semblable, on ne s’étonnera pas de voir surgir précisément de tels milieux des tentatives comme il y en eut déjà souvent, voir plus haut, page 30, pour sanctifier la vengeance sous le nom de justice, comme si la justice n’était au fond qu’un développement ultérieur du sentiment d’avoir été lésé, et, avec la vengeance, pour remettre rétrospectivement à l’honneur les affects réactifs en général, tous sans exception. C’est ce dernier point qui me choquerait le moins : il me semblerait même constituer un mérite au regard de l’ensemble du problème biologique (par rapport auquel la valeur de ces affects a jusqu’ici été sous-estimée). J’attire seulement l’attention sur le fait que c’est de l’esprit même du ressentiment que naît cette nouvelle nuance d’équité scientifique (en faveur de la haine, de l’envie, de la malveillance, de la méfiance, de la rancune, de la vengeance). Car cette « équité scientifique » s’interrompt aussitôt et cède la place aux accents d’une hostilité mortelle et d’un parti pris dès qu’il est question d’un autre groupe d’affects qui, me semble-t-il, ont une valeur biologique bien supérieure à celle de ces affects réactifs et qui, par conséquent, mériteraient à plus forte raison d’être scientifiquement évalués et hautement estimés : à savoir les affects proprement actifs, tels que la volonté de domination, la cupidité et autres semblables. (E. Dühring, Valeur de la vie ; Cours de philosophie ; au fond, partout.) Voilà pour cette tendance en général ; mais pour ce qui est de la proposition particulière de Dühring, selon laquelle la patrie de la justice devrait être cherchée sur le terrain du sentiment réactif, il faut, par amour de la vérité, lui opposer, en la renversant abruptement, cette autre proposition : le dernier terrain conquis par l’esprit de justice est celui du sentiment réactif ! S’il arrive réellement que l’homme juste demeure juste même envers ceux qui lui nuisent (et non pas seulement froid, mesuré, distant, indifférent : être juste est toujours une conduite positive), si, même sous l’assaut d’une offense, d’une raillerie, d’un soupçon personnels, la haute et claire objectivité de l’œil juste, de l’œil qui juge, dont le regard est aussi profond que clément, ne se trouble pas, eh bien, c’est là une part de perfection et de suprême maîtrise sur terre, quelque chose même qu’il est prudent de ne pas attendre ici et auquel, en tout cas, il ne faut pas croire trop facilement. Il est certain qu’en moyenne, chez les personnes même les plus intègres, une faible dose d’agression, de méchanceté, d’insinuation suffit déjà à leur faire monter le sang aux yeux et à leur faire perdre de vue l’équité. L’homme actif, agressif, empiétant, est toujours encore cent pas plus près de la justice que l’homme réactif ; il ne lui est précisément pas nécessaire d’évaluer son objet de façon fausse et partiale, comme le fait et doit le faire l’homme réactif. C’est pourquoi, en fait, de tout temps, l’homme agressif, étant le plus fort, le plus courageux, le plus noble, a également eu de son côté le regard plus libre et la meilleure conscience : inversement, on devine déjà qui a sur la conscience l’invention même de la « mauvaise conscience » : l’homme du ressentiment ! Enfin, que l’on considère donc l’histoire : dans quelle sphère la pratique entière du droit, et même le besoin proprement dit de droit sur terre, ont-ils jusqu’ici eu leur patrie ? Serait-ce dans la sphère des hommes réactifs ? Nullement : bien plutôt dans celle des hommes actifs, forts, spontanés, agressifs. Considéré historiquement, le droit sur terre représente, n’en déplaise à l’agitateur nommé plus haut (qui confesse lui-même un jour à son sujet : « la doctrine de la vengeance a traversé tous mes travaux et tous mes efforts comme le fil rouge de la justice »), précisément la lutte contre les sentiments réactifs, la guerre que leur livrent des puissances actives et agressives, lesquelles employaient une partie de leur force à mettre un frein et une mesure aux débordements du pathos réactif et à imposer un accommodement. Partout où la justice s’exerce, où la justice est maintenue, on voit une puissance plus forte chercher, à l’égard des plus faibles qui lui sont soumis (qu’il s’agisse de groupes ou d’individus), des moyens de mettre fin parmi eux aux fureurs insensées du ressentiment : tantôt elle arrache l’objet du ressentiment aux mains de la vengeance, tantôt elle substitue elle-même à la vengeance la lutte contre les ennemis de la paix et de l’ordre, tantôt elle invente, propose et, dans certaines circonstances, impose des compensations, tantôt elle érige en norme certains équivalents des dommages, auxquels le ressentiment est dès lors renvoyé une fois pour toutes. Mais l’acte le plus décisif que le pouvoir suprême accomplit et impose contre la prépondérance des sentiments contraires et consécutifs, et il l’accomplit toujours dès qu’il est assez fort pour cela d’une manière ou d’une autre, est l’établissement de la loi, la déclaration impérative de ce qui doit, à ses yeux, être tenu en général pour permis, pour juste, et de ce qui doit être tenu pour interdit, pour injuste : en traitant, après l’établissement de la loi, les empiétements et les actes arbitraires d’individus ou de groupes entiers comme des crimes contre la loi, comme une révolte contre le pouvoir suprême lui-même, elle détourne le sentiment de ses subordonnés du dommage immédiat causé par de tels crimes et obtient ainsi, à la longue, le contraire de ce que veut toute vengeance, laquelle ne voit et ne reconnaît que le point de vue de la personne lésée : désormais, le regard est exercé à une évaluation toujours plus impersonnelle de l’acte, même le regard de la personne lésée elle-même (quoique celui-ci le soit en tout dernier lieu, comme on l’a remarqué plus haut). Par conséquent, ce n’est qu’à partir de l’établissement de la loi qu’il existe un « droit » et un « tort » (et non, comme le veut Dühring, à partir de l’acte qui lèse). Parler en soi de droit et de tort est dépourvu de tout sens ; en soi, bien entendu, léser, violenter, exploiter, anéantir ne saurait avoir rien d’« injuste », dans la mesure où la vie, essentiellement, c’est-à-dire dans ses fonctions fondamentales, agit en lésant, en violentant, en exploitant, en anéantissant, et ne peut absolument pas être pensée sans ce caractère.
Concepts de ce passage
Colère
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Soin de l’âme
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Éternel retour
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Famille
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Généalogie des valeurs
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Enquête perspectiviste
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Pauvreté et richesse
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Ressentiment
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Dépassement de soi
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Péché
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Temps
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Guerre et paix
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Volonté de puissance
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