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Friedrich Nietzsche
Ainsi parlait Zarathoustra IV Bloc s01
Bloc 11 sur 63
Référence canonique b0010.s01
Allemand
Der hässlichste Mensch. - Und wieder liefen Zarathustra’s Füsse durch Berge und Wälder, und seine Augen suchten und suchten, aber nirgends war Der zu sehen, welchen sie sehn wollten, der grosse Nothleidende und Nothschreiende. Auf dem ganzen Wege aber frohlockte er in seinem Herzen und war dankbar. „Welche guten Dinge, sprach er, schenkte mir doch dieser Tag, zum Entgelt, dass er schlimm begann! Welche seltsamen Unterredner fand ich! An deren Worten will ich lange nun kauen gleich als an guten Körnern; klein soll mein Zahn sie mahlen und malmen, bis sie mir wie Milch in die Seele fliessen!“ - Als aber der Weg wieder um einen Felsen bog, veränderte sich mit Einem Male die Landschaft, und Zarathustra trat in ein Reich des Todes. Hier starrten schwarze und rothe Klippen empor: kein Gras, kein Baum, keine Vogelstimme. Es war nämlich ein Thal, welches alle Thiere mieden, auch die Raubthiere; nur dass eine Art hässlicher, dicker, grüner Schlangen, wenn sie alt wurden, hierher kamen, um zu sterben. Darum nannten diess Thal die Hirten: Schlangen-Tod. Zarathustra aber versank in eine schwarze Erinnerung, denn ihm war, als habe er schon ein Mal in diesem Thal gestanden. Und vieles Schwere legte sich ihm über den Sinn: also, dass er langsam gieng und immer langsamer und endlich still stand. Da aber sahe er, als er die Augen aufthat, Etwas, das am Wege sass, gestaltet wie ein Mensch und kaum wie ein Mensch, etwas Unaussprechliches. Und mit Einem Schlage überfiel Zarathustra die grosse Scham darob, dass er so Etwas mit den Augen angesehn habe: erröthend bis hinauf an sein weisses Haar, wandte er den Blick ab und hob den Fuss, dass er diese schlimme Stelle verlasse. Da aber wurde die todte Öde laut: vom Boden auf nämlich quoll es gurgelnd und röchelnd, wie Wasser Nachts durch verstopfte Wasser-Röhren gurgelt und röchelt; und zuletzt wurde daraus eine Menschen-Stimme und Menschen-Rede: - die lautete also. „Zarathustra! Zarathustra! Rathe mein Räthsel! Sprich, sprich! Was ist die Rache am Zeugen? Ich locke dich zurück, hier ist glattes Eis! Sieh zu, sieh zu, ob dein Stolz sich hier nicht die Beine bricht! Du dünkst dich weise, du stolzer Zarathustra! So rathe doch das Räthsel, du harter Nüsseknacker, - das Räthsel, das ich bin! So sprich doch: wer bin ich!“ - Als aber Zarathustra diese Worte gehört hatte, - was glaubt ihr wohl, dass sich da mit seiner Seele zutrug? Das Mitleiden fiel ihn an; und er sank mit Einem Male nieder, wie ein Eichbaum, der lange vielen Holzschlägern widerstanden hat, - schwer, plötzlich, zum Schrecken selber für Die, welche ihn fällen wollten. Aber schon stand er wieder vom Boden auf, und sein Antlitz wurde hart. „Ich erkenne dich wohl, sprach er mit einer erzenen Stimme: du bist der Mörder Gottes! Lass mich gehn. Du ertrugst Den nicht, der dich sah, - der dich immer und durch und durch sah, du hässlichster Mensch! Du nahmst Rache an diesem Zeugen!“ Also sprach Zarathustra und wollte davon; aber der Unaussprechliche fasste nach einem Zipfel seines Gewandes und begann von Neuem zu gurgeln und nach Worten zu suchen. „Bleib!“ sagte er endlich - - bleib! Geh nicht vorüber! Ich errieth, welche Axt dich zu Boden schlug: Heil dir, oh Zarathustra, dass du wieder stehst! Du erriethest, ich weiss es gut, wie Dem zu Muthe ist, der ihn tödtete, - dem Mörder Gottes. Bleib! Setze dich her zu mir, es ist nicht umsonst. Zu wem wollte ich, wenn nicht zu dir? Bleib, setze dich! Blicke mich aber nicht an! Ehre also - meine Hässlichkeit! Sie verfolgen mich: nun bist du meine letzte Zuflucht. Nicht mit ihrem Hasse, nicht mit ihren Häschern: - oh solcher Verfolgung würde ich spotten und stolz und froh sein! War nicht aller Erfolg bisher bei den Gut-Verfolgten? Und wer gut verfolgt, lernt leicht folgen: - ist er doch einmal - hinterher! Aber ihr Mitleid ist’s - - ihr Mitleid ist’s, vor dem ich flüchte und dir zuflüchte. Oh Zarathustra, schütze mich, du meine letzte Zuflucht, du Einziger, der mich errieth: - du erriethest, wie Dem zu Muthe ist, welcher ihn tödtete. Bleib! Und willst du gehn, du Ungeduldiger: geh nicht den Weg, den ich kam. Der Weg ist schlecht. Zürnst du mir, dass ich zu lange schon rede-radebrecheErratum:rede-rade-breche lies:rede-radebreche Nach KGW/KGB Nachberichte? Dass ich schon dir rathe? Aber wisse, ich bin’s, der hässlichste Mensch, - der auch die grössten schwersten Füsse hat. Wo ich gieng, ist der Weg schlecht. Ich trete alle Wege todt und zu Schanden. Dass du aber an mir vorübergiengst, schweigend; dass du erröthetest, ich sah es wohl: daran erkannte ich dich als Zarathustra. Jedweder Andere hätte mir sein Almosen zugeworfen, sein Mitleiden, mit Blick und Rede. Aber dazu - bin ich nicht Bettler genug, das erriethest du - - dazu bin ich zu reich, reich an Grossem, an Furchtbarem, am Hässlichsten, am Unaussprechlichsten! Deine Scham, oh Zarathustra, ehrte mich! Mit Noth kam ich heraus aus dem Gedräng der Mitleidigen, - dass ich den Einzigen fände, der heute lehrt „Mitleiden ist zudringlich“ - dich, oh Zarathustra! - sei es eines Gottes, sei es der Menschen Mitleiden: Mitleiden geht gegen die Scham. Und nicht-helfen-wollen kann vornehmer sein als jene Tugend, die zuspringt. Das aber heisst heute Tugend selber bei allen kleinen Leuten, das Mitleiden: - die haben keine Ehrfurcht vor grossem Unglück, vor grosser Hässlichkeit, vor grossem Missrathen. Über diese Alle blicke ich hinweg, wie ein Hund über die Rücken wimmelnder Schafheerden wegblickt. Es sind kleine wohlwollige wohlwillige graue Leute. Wie ein Reiher verachtend über flache Teiche wegblickt, mit zurückgelegtem Kopfe: so blicke ich über das Gewimmel grauer kleiner Wellen und Willen und Seelen weg. Zu lange hat man ihnen Recht gegeben, diesen kleinen Leuten: so gab man ihnen endlich auch die Macht - nun lehren sie: „gut ist nur, was kleine Leute gut heissen.“ Und „Wahrheit“ heisst heute, was der Prediger sprach, der selber aus ihnen herkam, jener wunderliche Heilige und Fürsprecher der kleinen Leute, welcher von sich zeugte „ich - bin die Wahrheit.“ Dieser Unbescheidne macht nun lange schon den kleinen Leuten den Kamm hoch schwellen - er, der keinen kleinen Irrthum lehrte, als er lehrte „ich - bin die Wahrheit.“ Ward einem Unbescheidnen jemals höflicher geantwortet? - Du aber, oh Zarathustra, giengst an ihm vorüber und sprachst: „Nein! Nein! Drei Mal Nein!“ Du warntest vor seinem Irrthum, du warntest als der Erste vor dem Mitleiden - nicht Alle, nicht Keinen, sondern dich und deine Art. Du schämst dich an der Scham des grossen Leidenden; und wahrlich, wenn du sprichst „von dem Mitleiden her kommt eine grosse Wolke, habt Acht, ihr Menschen!“ - wenn du lehrst „alle Schaffenden sind hart, alle grosse Liebe ist über ihrem Mitleiden“: oh Zarathustra, wie gut dünkst du mich eingelernt auf Wetter-Zeichen! Du selber aber - warne dich selber auch vor deinem Mitleiden! Denn Viele sind zu dir unterwegs, viele Leidende, Zweifelnde, Verzweifelnde, Ertrinkende, Frierende - Ich warne dich auch vor mir.
Anglais Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
The Ugliest Man. And once again Zarathustra’s feet ran through mountains and forests, and his eyes sought and sought, but nowhere could there be seen the one they wished to see, the great sufferer in distress who had uttered the cry of distress. Yet all along the way he exulted in his heart and was grateful.
“What good things,” he said, “this day has given me in recompense for beginning badly! What strange interlocutors I have found! I shall now chew upon their words for a long while as upon good grains; my tooth shall crush and grind them small until they flow like milk into my soul!”
But when the path again curved around a rock, the landscape suddenly changed, and Zarathustra entered a realm of death. Here black and red cliffs loomed up: no grass, no tree, no voice of a bird. For it was a valley that all animals avoided, even beasts of prey; except that a species of ugly, thick, green serpents came here to die when they grew old. Therefore the shepherds called this valley: Serpent-Death.
Zarathustra, however, sank into a black memory, for it seemed to him that he had once before stood in this valley. And much that was heavy settled upon his mind, so that he walked slowly, then ever more slowly, and at last stood still.
But when he opened his eyes, he saw something sitting beside the path, shaped like a human being and scarcely like a human being, something unspeakable. And in a single stroke great shame assailed Zarathustra for having looked upon such a thing with his eyes. Blushing up to his white hair, he turned his gaze away and lifted his foot to leave this terrible place.
Then, however, the dead wasteland became loud: from the ground there welled up a gurgling and wheezing, as water gurgles and wheezes at night through clogged water pipes; and at last it became a human voice and human speech, which sounded thus:
“Zarathustra! Zarathustra! Guess my riddle! Speak, speak! What is revenge upon the witness?
“I lure you back; here is smooth ice! Take care, take care that your pride does not break its legs here!
“You consider yourself wise, you proud Zarathustra! Then guess the riddle, you hard nutcracker, the riddle that I am! Then speak: who am I?”
But when Zarathustra had heard these words, what do you think happened to his soul? Pity assailed him; and all at once he sank down like an oak that has long resisted many woodcutters, heavily, suddenly, even to the terror of those who wished to fell it. But already he rose again from the ground, and his countenance grew hard.
“I know you well,” he said with a brazen voice. “You are the murderer of God! Let me go.
“You could not endure Him who saw you, who always saw you through and through, you ugliest man! You took revenge upon this witness!”
Thus spoke Zarathustra and wished to leave. But the unspeakable one grasped at a corner of his garment and began once more to gurgle and search for words.
“Stay!” he said at last. “Stay! Do not pass by! I guessed which axe struck you down: hail to you, oh Zarathustra, for standing again!
“You guessed, I know it well, how he who killed him feels, the murderer of God. Stay! Sit down here beside me; it is not in vain.
“To whom would I go, if not to you? Stay, sit down! But do not look at me! Honor my ugliness in this way!
“They persecute me: now you are my last refuge. Not with their hatred, not with their bailiffs. Oh, I would mock such persecution and be proud and glad of it!
“Has not every success so far belonged to those who were well persecuted? And whoever persecutes well easily learns to follow, for he is already behind!
“But it is their pity, their pity, that I flee from and flee to you. Oh Zarathustra, protect me, you my last refuge, you sole man who guessed me: you guessed how he who killed him feels.
“Stay! And if you mean to go, impatient man, do not take the path by which I came. The path is bad.
“Are you angry with me because I have already spoken-stammered Erratum:spoken-stam-mered read:spoken-stammered According to the KGW/KGB critical apparatus too long? Because I am already advising you? But know that it is I, the ugliest man, who also has the largest, heaviest feet. Wherever I walked, the path is bad. I tread all paths dead and to ruin.
“But that you passed me by in silence, that you blushed, I saw it well: by this I recognized you as Zarathustra.
“Anyone else would have thrown me his alms, his pity, with gaze and speech. But for that I am not beggar enough, you guessed it. For that I am too rich, rich in great things, in terrible things, in the ugliest, in the most unspeakable!
“Your shame, oh Zarathustra, honored me! With difficulty I escaped from the throng of the compassionate, so that I might find the sole man who teaches today that ‘pity is importunate,’ you, oh Zarathustra!
“Whether it is the pity of a God or the pity of men: pity offends shame. And not wanting to help can be nobler than that virtue which leaps to help.
“But among all petty people today, pity itself is called virtue: they have no reverence for great misfortune, great ugliness, great failure.
“I look out beyond all these people as a dog looks out across the backs of teeming flocks of sheep. They are petty, well-meaning, benevolent, gray people.
“As a heron looks contemptuously across shallow ponds with its head drawn back, so I look out across the teeming of gray little waves and wills and souls.
“For too long these petty people have been conceded the right; thus at last they were also given power. Now they teach: ‘Only what petty people call good is good.’
“And ‘truth’ today means what was spoken by the preacher who himself came from among them, that strange saint and advocate of petty people who testified of himself: ‘I am the truth.’
“This immodest man has long made the petty people’s combs swell high, he who taught no petty error when he taught: ‘I am the truth.’
“Was an immodest man ever answered more courteously? But you, oh Zarathustra, passed him by and said: ‘No! No! Three times no!’
“You warned against his error; you were the first to warn against pity, not everyone, not no one, but yourself and your kind.
“You feel shame at the shame of the great sufferer; and truly, when you say, ‘From pity comes a great cloud; take heed, you humans!’
“When you teach, ‘All creators are hard; all great love is above its pity,’ oh Zarathustra, how well trained in weather signs you seem to me!
“But you yourself, warn yourself also against your pity! For many are on their way to you, many who suffer, doubt, despair, drown, freeze.
“I warn you also against me.
Français Traduction générée par IA, non officielle
Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13
L’homme le plus laid. Les pieds de Zarathoustra couraient de nouveau à travers montagnes et forêts, et ses yeux cherchaient et cherchaient ; mais nulle part on ne voyait celui qu’ils voulaient voir, le grand homme en détresse qui poussait ce cri de détresse. Cependant, tout au long du chemin, il exultait dans son cœur et rendait grâce. « Quelles bonnes choses, disait-il, ce jour m’a données en compensation d’avoir si mal commencé ! Quels étranges interlocuteurs j’ai trouvés ! Je veux maintenant mâcher longtemps leurs paroles comme de bons grains ; ma dent doit les broyer et les moudre jusqu’à ce qu’elles coulent comme du lait dans mon âme ! »
Mais lorsque le chemin contourna de nouveau un rocher, le paysage se transforma tout à coup, et Zarathoustra entra dans un royaume de la mort. Ici se dressaient, rigides, des falaises noires et rouges : ni herbe, ni arbre, ni voix d’oiseau. C’était en effet une vallée que tous les animaux évitaient, même les bêtes de proie ; seule une espèce de serpents laids, épais et verts venait ici pour mourir lorsqu’ils devenaient vieux. C’est pourquoi les bergers appelaient cette vallée : Mort-des-serpents.
Mais Zarathoustra s’abîma dans un sombre souvenir, car il lui semblait s’être déjà tenu une fois dans cette vallée. Et beaucoup de choses pesantes s’appesantirent sur son esprit, si bien qu’il marcha lentement, puis toujours plus lentement, et finit par s’arrêter. Alors, lorsqu’il ouvrit les yeux, il vit quelque chose assis au bord du chemin, conformé comme un homme et à peine comme un homme, quelque chose d’indicible. Et une grande honte assaillit soudain Zarathoustra d’avoir regardé une telle chose : rougissant jusqu’à ses cheveux blancs, il détourna le regard et leva le pied pour quitter ce mauvais lieu.
Mais alors le désert mort se mit à retentir : du sol montait en gargouillant et en râlant quelque chose de pareil à l’eau qui, la nuit, gargouille et râle dans des conduites obstruées ; et finalement il en sortit une voix humaine et une parole humaine, qui disait ceci :
« Zarathoustra ! Zarathoustra ! Devine mon énigme ! Parle, parle !
Quelle est la vengeance contre le témoin ?
Je te rappelle, il y a ici de la glace lisse ! Prends garde, prends garde que ta fierté ne s’y brise les jambes !
Tu te crois sage, fier Zarathoustra ! Alors devine donc l’énigme, dur casseur de noix, l’énigme que je suis ! Parle donc : qui suis-je ? »
Mais lorsque Zarathoustra eut entendu ces paroles, que croyez-vous qu’il advint alors de son âme ? La compassion l’assaillit ; et il s’effondra tout à coup comme un chêne qui a longtemps résisté à de nombreux bûcherons, lourdement, soudainement, inspirant lui-même l’effroi à ceux qui voulaient l’abattre. Mais déjà il se relevait du sol, et son visage devint dur.
« Je te reconnais bien, dit-il d’une voix d’airain : tu es le meurtrier de Dieu ! Laisse-moi partir.
Tu n’as pas supporté celui qui te voyait, qui te voyait toujours, de part en part, homme le plus laid ! Tu t’es vengé de ce témoin ! »
Ainsi parla Zarathoustra et il voulut s’en aller ; mais l’indicible saisit un pan de son vêtement et recommença à gargouiller et à chercher ses mots.
« Reste ! dit-il enfin, reste ! Ne passe pas ton chemin ! J’ai deviné quelle hache t’a jeté à terre : salut à toi, ô Zarathoustra, d’être de nouveau debout !
Tu as deviné, je le sais bien, ce qu’éprouve celui qui le tua, le meurtrier de Dieu. Reste ! Assieds-toi ici près de moi, ce n’est pas en vain.
Vers qui voulais-je aller, sinon vers toi ? Reste, assieds-toi ! Mais ne me regarde pas ! Honore ainsi ma laideur !
Ils me persécutent : à présent, tu es mon dernier refuge. Non par leur haine, non par leurs sbires ; oh, je me moquerais d’une telle persécution et j’en serais fier et joyeux !
Jusqu’ici, tout succès n’est-il pas revenu à ceux qui sont bien persécutés ? Et celui qui persécute bien apprend facilement à suivre, puisqu’il vient déjà derrière !
Mais c’est leur compassion, c’est leur compassion que je fuis, et je me réfugie auprès de toi. Ô Zarathoustra, protège-moi, toi mon dernier refuge, toi seul qui m’as deviné : tu as deviné ce qu’éprouve celui qui le tua.
Reste ! Et si tu veux partir, impatient que tu es, ne prends pas le chemin par lequel je suis venu. Le chemin est mauvais.
M’en veux-tu de débiter depuis trop longtemps mes mots en les disloquant
Erratum : débiter-mes-mots-en-les-disloquant lire : débiter mes mots en les disloquant d’après les suppléments de la KGW/KGB
et de déjà te donner des conseils ? Mais sache-le, c’est moi, l’homme le plus laid, qui ai aussi les pieds les plus grands et les plus lourds. Là où je suis passé, le chemin est mauvais. Je foule tous les chemins à mort et les ruine.
Mais que tu sois passé devant moi en silence, que tu aies rougi, je l’ai bien vu : à cela je t’ai reconnu pour Zarathoustra.
Tout autre m’aurait jeté son aumône, sa compassion, par le regard et la parole. Mais pour cela, je ne suis pas assez mendiant, tu l’as deviné, pour cela je suis trop riche, riche de ce qui est grand, terrible, le plus laid, le plus indicible !
Ta honte, ô Zarathoustra, m’a honoré ! C’est avec peine que je me suis dégagé de la foule des compatissants, afin de trouver le seul qui enseigne aujourd’hui : “La compassion est importune”, toi, ô Zarathoustra !
Qu’il s’agisse de la compassion d’un Dieu ou de celle des hommes, la compassion va contre la pudeur. Et ne pas vouloir aider peut être plus noble que cette vertu qui accourt.
Mais c’est aujourd’hui précisément ce que tous les petites gens appellent la vertu, la compassion : ils n’ont aucun respect devant le grand malheur, devant la grande laideur, devant le grand échec.
Je regarde par-dessus tous ceux-là, comme un chien regarde par-dessus le dos de grouillants troupeaux de moutons. Ce sont de petites gens grises, bienveillantes, pleines de bonne volonté.
Comme un héron regarde avec mépris par-dessus des étangs peu profonds, la tête rejetée en arrière, ainsi je regarde par-dessus le grouillement de petites vagues, de petites volontés et de petites âmes grises.
Trop longtemps on a donné raison à ces petites gens : ainsi finit-on par leur donner aussi le pouvoir. À présent, ils enseignent : “Est bon seulement ce que les petites gens appellent bon.”
Et aujourd’hui, on appelle “vérité” ce que disait le prédicateur qui venait lui-même d’entre eux, cet étrange saint et avocat des petites gens qui témoignait de lui-même : “Moi, je suis la vérité.”
Depuis longtemps déjà, cet immodeste fait se dresser la crête des petites gens, lui qui n’enseigna pas une petite erreur lorsqu’il enseigna : “Moi, je suis la vérité.”
A-t-on jamais répondu plus poliment à un immodeste ? Mais toi, ô Zarathoustra, tu es passé devant lui et tu as dit : “Non ! Non ! Trois fois non !”
Tu as mis en garde contre son erreur, tu as le premier mis en garde contre la compassion, non pas tous, non pas personne, mais toi-même et ceux de ton espèce.
Tu éprouves de la honte devant la honte de celui qui souffre grandement ; et, en vérité, lorsque tu dis : “De la compassion vient un grand nuage, prenez garde, ô hommes !”, lorsque tu enseignes : “Tous les créateurs sont durs, tout grand amour est au-dessus de sa compassion”, ô Zarathoustra, comme tu me parais bien instruit dans les signes du temps !
Mais toi-même, mets-toi toi-même aussi en garde contre ta compassion ! Car beaucoup sont en route vers toi, beaucoup d’êtres souffrants, doutant, désespérés, se noyant, gelant.
Je te mets aussi en garde contre moi.
Concepts de ce passage
Soin de l’âme
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Compassion comme fondement moral
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Éternel retour
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Famille
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Généalogie des valeurs
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Enquête perspectiviste
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Pauvreté et richesse
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Ressentiment
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Dépassement de soi
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Péché
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Guerre et paix
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Volonté de puissance
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