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Friedrich Nietzsche

Ainsi parlait Zarathoustra IV Bloc b0039

Bloc 43 sur 63

Référence canonique b0039

Allemand

Von der Wissenschaft. Also sang der Zauberer; und Alle, die beisammen waren, giengen gleich Vögeln unvermerkt in das Netz seiner listigen und schwermüthigen Wollust. Nur der Gewissenhafte des Geistes war nicht eingefangen: er nahm flugs dem Zauberer die Harfe weg und rief:Erratum:rief lies:rief: Nach KGW/KGB Nachberichte „Luft! Lasst gute Luft herein! LasstErratum:Lass lies:Lasst Nach KGW/KGB Nachberichte Zarathustra herein! Du machst diese Höhle schwül und giftig, du schlimmer alter Zauberer! Du verführst, du Falscher, Feiner, zu unbekannten Begierden und Wildnissen. Und wehe, wenn Solche, wie du, von der Wahrheit Redens und Wesens machen! Wehe allen freien Geistern, welche nicht vor solchen Zauberern auf der Hut sind! Dahin ist es mit ihrer Freiheit: du lehrst und lockst zurück in Gefängnisse, - - du alter schwermüthiger Teufel, aus deiner Klage klingt eine Lockpfeife, du gleichst Solchen, welche mit ihrem Lobe der Keuschheit heimlich zu Wollüsten laden!“ Also sprach der Gewissenhafte; der alte Zauberer aber blickte um sich, genoss seines Sieges und verschluckte darüber den Verdruss, welchen ihm der Gewissenhafte machte. „Sei still! sagte er mit bescheidener Stimme, gute Lieder wollen gut wiederhallen; nach guten Liedern soll man lange schweigen. So thun es diese Alle, die höheren Menschen. Du aber hast wohl Wenig von meinem Lied verstanden? In dir ist Wenig von einem Zaubergeiste.“ „Du lobst mich, entgegnete der Gewissenhafte, indem du mich von dir abtrennst, wohlan! Aber ihr Anderen, was sehe ich? Ihr sitzt alle noch mit lüsternen Augen da - : Ihr freien Seelen, wohin ist eure Freiheit! Fast, dünkt mich’s, gleicht ihr Solchen, die lange schlimmen tanzenden nackten Mädchen zusahn: eure Seelen tanzen selber! In euch, ihr höheren Menschen, muss Mehr von Dem sein, was der Zauberer seinen bösen Zauber- und Truggeist nennt: - wir müssen wohl verschieden sein. Und wahrlich, wir sprachen und dachten genug mitsammen, ehe Zarathustra heimkam zu seiner Höhle, als dass ich nicht wüsste: wir sind verschieden. Wir suchen Verschiednes auch hier oben, ihr und ich. Ich nämlich suche mehr Sicherheit, desshalb kam ich zu Zarathustra. Der nämlich ist noch der festeste Thurm und Wille - - heute, wo Alles wackelt, wo alle Erde bebt. Ihr aber, wenn ich eure Augen sehe, die ihr macht, fast dünkt mich’s, ihr sucht mehr Unsicherheit, - mehr Schauder, mehr Gefahr, mehr Erdbeben. Euch gelüstet, fast dünkt mich’s so, vergebt meinem Dünkel, ihr höheren Menschen - - euch gelüstet nach dem schlimmsten gefährlichsten Leben, das mir am meisten Furcht macht, nach dem Leben wilder Thiere, nach Wäldern, Höhlen, steilen Bergen und Irr-Schlünden. Und nicht die Führer aus der Gefahr gefallen euch am besten, sondern die euch von allen Wegen abführen, die Verführer. Aber, wenn solch Gelüsten an euch wirklich ist, so dünkt es mich trotzdem unmöglich. Furcht nämlich - das ist des Menschen Erb- und Grundgefühl; aus der Furcht erklärt sich Jegliches, Erbsünde und Erbtugend. Aus der Furcht wuchs auch meine Tugend, die heisst: Wissenschaft. Die Furcht nämlich vor wildem Gethier - die wurde dem Menschen am längsten angezüchtet, einschliesslich das Thier, das er in sich selber birgt und fürchtet: - Zarathustra heisst es „das innere Vieh.“ Solche lange alte Furcht, endlich fein geworden, geistlich, geistig - heute, dünkt mich, heisst sie: Wissenschaft.“ - Also sprach der Gewissenhafte; aber Zarathustra, der eben in seine Höhle zurückkam und die letzte Rede gehört und errathen hatte, warf dem Gewissenhaften eine Hand voll Rosen zu und lachte ob seiner „Wahrheiten“. „Wie! rief er, was hörte ich da eben? Wahrlich, mich dünkt, du bist ein Narr oder ich selber bin’s: und deine „Wahrheit“ stelle ich rucks und flugs auf den Kopf. Furcht nämlich - ist unsre Ausnahme. Muth aber und Abenteuer und Lust am Ungewissen, am Ungewagten, - Muth dünkt mich des Menschen ganze Vorgeschichte. Den wildesten muthigsten Thieren hat er alle ihre Tugenden abgeneidet und abgeraubt: so erst wurde er - zum Menschen. Dieser Muth, endlich fein geworden, geistlich, geistig, dieser Menschen-Muth mit Adler-Flügeln und Schlangen-Klugheit: der, dünkt mich, heisst heute - “ „Zarathustra“! schrien Alle, die beisammen sassen, wie aus Einem Munde und machten dazu ein grosses Gelächter; es hob sich aber von ihnen wie eine schwere Wolke. Auch der Zauberer lachte und sprach mit Klugheit: „Wohlan! Er ist davon, mein böser Geist! Und habe ich euch nicht selber vor ihm gewarnt, als ich sagte, dass er ein Betrüger sei, ein Lug- und Truggeist? Sonderlich nämlich, wenn er sich nackend zeigt. Aber was kann ich für seine Tücken! Habe ich ihn und die Welt geschaffen? Wohlan! Seien wir wieder gut und guter Dinge! Und ob schon Zarathustra böse blickt - seht ihn doch! er ist mir gram - : - bevor die Nacht kommt, lernt er wieder, mich lieben und loben, er kann nicht lange leben, ohne solche Thorheiten zu thun. Der - liebt seine Feinde: diese Kunst versteht er am besten von Allen, die ich sah. Aber er nimmt Rache dafür - an seinen Freunden!“ Also sprach der alte Zauberer, und die höheren Menschen zollten ihm Beifall: so dass Zarathustra herumgieng und mit Bosheit und Liebe seinen Freunden die Hände schüttelte, - gleichsam als Einer, der an Allen Etwas gutzumachen und abzubitten hat. Als er aber dabei an die Thür seiner Höhle kam, siehe, da gelüstete ihn schon wieder nach der guten Luft da draussen und nach seinen Thieren, - und er wollte hinaus schlüpfen. * * *

Anglais Traduction générée par IA, non officielle

Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13

On Science. Thus sang the magician; and all who were gathered there went, like birds, unnoticed into the net of his cunning and melancholy sensuality. Only the conscientious man of the spirit was not caught: he swiftly took the harp away from the magician and cried: Erratum: cried read: cried: According to the KGW/KGB supplementary reports, “Air! Let good air in! Let Erratum: Let singular read: Let plural According to the KGW/KGB supplementary reports Zarathustra in! You make this cave sultry and poisonous, you wicked old magician! You seduce, you false and subtle one, toward unknown desires and wildernesses. And woe when such men as you make talk and fuss about truth! Woe to all free spirits who are not on their guard against such magicians! Their freedom is done for: you teach and entice them back into prisons, , you old melancholy devil, from your lament there sounds a bird-call; you resemble those who, by praising chastity, secretly invite others to sensual pleasures!”

Thus spoke the conscientious man; but the old magician looked around, savored his victory, and thereby swallowed the vexation caused him by the conscientious man. “Be quiet!” he said in a modest voice. “Good songs want to echo well; after good songs one should remain silent for a long time. That is what all these higher men do. But you have probably understood little of my song? There is little of a magical spirit in you.”

“You praise me,” replied the conscientious man, “by separating me from yourself. Very well! But you others, what do I see? You are all still sitting there with lustful eyes: you free souls, where has your freedom gone! It almost seems to me that you resemble those who have long watched wicked, dancing, naked girls: your souls themselves are dancing! In you, you higher men, there must be more of what the magician calls his evil spirit of magic and deception: we must indeed be different.

“And truly, before Zarathustra came home to his cave, we spoke and thought together enough for me to know that we are different. We seek different things even up here, you and I. For my part, I seek greater security; that is why I came to Zarathustra. For he is still the firmest tower and will, , today, when everything totters, when all the earth quakes.

“But when I see the eyes you are making, it almost seems to me that you seek greater insecurity, more horror, more danger, more earthquakes. You lust, so it almost seems to me, forgive my conceit, you higher men, , you lust after the worst and most dangerous life, the life that frightens me most, after the life of wild beasts, after forests, caves, steep mountains, and labyrinthine abysses.

“And those who lead you out of danger please you least; rather, it is those who lead you away from every path, the seducers. But if such a lust is really in you, it nevertheless seems impossible to me. For fear is man’s hereditary and fundamental feeling; everything is explained by fear, hereditary sin and hereditary virtue. From fear grew my virtue too, which is called science.

“For the fear of wild beasts was bred into man for the longest time, including fear of the beast he harbors and fears within himself: Zarathustra calls it ‘the inner brute.’ Such long and ancient fear, at last grown subtle, spiritual, intellectual, today, it seems to me, is called science.”

Thus spoke the conscientious man; but Zarathustra, who had just returned to his cave and had heard and divined the last speech, threw a handful of roses at the conscientious man and laughed at his “truths.” “What!” he cried, “what did I just hear? Truly, it seems to me that you are a fool, or I myself am one; and I shall turn your ‘truth’ upside down at once.

“For fear is our exception. But courage and adventure and delight in the uncertain, in the unattempted, courage, it seems to me, is man’s entire prehistory. From the wildest and most courageous animals he envied and robbed all their virtues: only thus did he become man.

“This courage, at last grown subtle, spiritual, intellectual, this human courage with eagle’s wings and serpent’s wisdom: today, it seems to me, is called...”

“Zarathustra!” cried all who sat together, as if with one voice, and burst into loud laughter; but something lifted from them like a heavy cloud. The magician too laughed and spoke shrewdly: “Very well! It is gone, my evil spirit! And did I not myself warn you against it when I said it was a deceiver, a spirit of lies and deception? Especially when it shows itself naked.

“But what can I do about its tricks! Did I create it and the world? Very well! Let us be friends again and of good cheer! And although Zarathustra already looks angry, just look at him! he bears me a grudge: before night comes, he will learn again to love and praise me; he cannot live long without committing such follies.

“He loves his enemies: he understands this art better than anyone I have seen. But he takes his revenge for it upon his friends!”

Thus spoke the old magician, and the higher men applauded him, so that Zarathustra went around shaking his friends’ hands with malice and love, like someone who has something to make amends for and apologize for to everyone. But when in doing so he came to the door of his cave, behold, he was already longing again for the good air outside and for his animals, and he wanted to slip out.

* * *

Français Traduction générée par IA, non officielle

Codex gpt-5.6-sol · Traduction de travail non officielle · 2026-09-13

De la science. Ainsi chanta l'enchanteur ; et tous ceux qui étaient réunis tombèrent, tels des oiseaux, sans s'en apercevoir, dans le filet de sa volupté rusée et mélancolique. Seul le consciencieux de l'esprit ne s'était pas laissé prendre : il arracha prestement la harpe à l'enchanteur et s'écria : Erratum : « s'écria » lire : « s'écria : » D'après les rapports complémentaires de la KGW/KGB « De l'air ! Faites entrer de l'air pur ! Faites Erratum : « Fais » lire : « Faites » D'après les rapports complémentaires de la KGW/KGB entrer Zarathoustra ! Tu rends cette caverne étouffante et vénéneuse, méchant vieil enchanteur ! Toi, le faux, le subtil, tu séduis pour mener vers des désirs et des solitudes inconnus. Et malheur lorsque des gens comme toi font de la vérité l'objet de leurs discours et de leur être ! Malheur à tous les esprits libres qui ne se tiennent pas sur leurs gardes devant de tels enchanteurs ! C'en est fait de leur liberté : tu enseignes et tu attires à rebours dans les prisons, , vieux diable mélancolique, dans ta plainte résonne un appeau ; tu ressembles à ceux qui, par leur éloge de la chasteté, invitent secrètement aux voluptés ! »

Ainsi parla le consciencieux ; mais le vieil enchanteur regarda autour de lui, savoura sa victoire et ravala le dépit que lui causait le consciencieux. « Tais-toi ! dit-il d'une voix modeste, les bons chants veulent un bon écho ; après de bons chants, il faut garder longtemps le silence. Ainsi font tous ceux-ci, les hommes supérieurs. Mais tu n'as sans doute guère compris mon chant ? Il y a peu d'esprit enchanteur en toi. »

« Tu me loues, répondit le consciencieux, en me séparant de toi, soit ! Mais vous autres, que vois-je ? Vous êtes tous encore assis là, les yeux pleins de désir : vous, âmes libres, où est passée votre liberté ! Il me semble presque que vous ressemblez à ceux qui ont longtemps regardé de méchantes jeunes filles nues danser : vos âmes dansent elles-mêmes ! En vous, hommes supérieurs, il doit y avoir davantage de ce que l'enchanteur nomme son mauvais esprit de magie et de tromperie : nous devons sans doute être différents.

Et en vérité, avant que Zarathoustra ne rentrât dans sa caverne, nous avons assez parlé et pensé ensemble pour que je le sache : nous sommes différents. Ici, là-haut, nous cherchons aussi des choses différentes, vous et moi. Moi, en effet, je cherche plus de sécurité, c'est pourquoi je suis venu auprès de Zarathoustra. Car il est encore la tour et la volonté les plus fermes, , aujourd'hui que tout chancelle, que toute la terre tremble.

Mais vous, quand je vois les yeux que vous faites, il me semble presque que vous cherchez plus d'insécurité, plus de frisson, plus de danger, plus de tremblements de terre. Vous désirez, du moins me semble-t-il, pardonnez ma présomption, hommes supérieurs, , vous désirez la vie la plus mauvaise et la plus dangereuse, celle qui m'effraie le plus, la vie des bêtes sauvages, les forêts, les cavernes, les montagnes escarpées et les abîmes d'égarement.

Et ce ne sont pas ceux qui vous conduisent hors du danger qui vous plaisent le plus, mais ceux qui vous détournent de tous les chemins, les séducteurs. Mais si un tel désir est réellement en vous, il me semble néanmoins impossible. Car la peur, voilà le sentiment héréditaire et fondamental de l'homme ; par la peur s'expliquent toutes choses, le péché originel et la vertu héréditaire. De la peur naquit aussi ma vertu, qui s'appelle : science.

Car la peur de la bête sauvage, voilà ce qui fut inculqué le plus longtemps à l'homme, y compris la bête qu'il abrite et redoute en lui-même : Zarathoustra l'appelle « la brute intérieure ». Cette longue et antique peur, devenue enfin subtile, spirituelle, intellectuelle, aujourd'hui, me semble-t-il, elle s'appelle : science. »

Ainsi parla le consciencieux ; mais Zarathoustra, qui venait justement de rentrer dans sa caverne et avait entendu et deviné le dernier discours, jeta au consciencieux une poignée de roses et rit de ses « vérités ». « Comment ! s'écria-t-il, qu'est-ce que je viens d'entendre ? En vérité, il me semble que tu es un fou, ou que je le suis moi-même : et ta “vérité”, je la retourne sens dessus dessous en un tournemain.

Car la peur est notre exception. Mais le courage, l'aventure et le plaisir de l'incertain, de ce qui n'a pas encore été osé, le courage me semble être toute la préhistoire de l'homme. Aux bêtes les plus sauvages et les plus courageuses, il a envié et dérobé toutes leurs vertus : ainsi seulement devint-il homme.

Ce courage, devenu enfin subtil, spirituel, intellectuel, ce courage humain aux ailes d'aigle et à la prudence du serpent : aujourd'hui, me semble-t-il, il s'appelle... »

« Zarathoustra ! » crièrent d'une seule voix tous ceux qui étaient assis ensemble, puis ils éclatèrent d'un grand rire ; mais quelque chose se souleva d'eux comme un lourd nuage. L'enchanteur lui aussi rit et dit avec finesse : « Soit ! Il est parti, mon mauvais esprit ! Et ne vous avais-je pas moi-même mis en garde contre lui, lorsque je disais que c'était un imposteur, un esprit de mensonge et de tromperie ? Surtout, en effet, quand il se montre nu.

Mais que puis-je à ses ruses ! Est-ce moi qui l'ai créé, lui et le monde ? Soit ! Redevenons bons et de bonne humeur ! Et quoique Zarathoustra lance des regards mauvais, regardez-le donc ! il m'en veut : avant que vienne la nuit, il apprendra de nouveau à m'aimer et à me louer ; il ne peut vivre longtemps sans commettre de telles folies.

Lui, il aime ses ennemis : cet art, il le comprend mieux que tous ceux que j'ai vus. Mais il s'en venge sur ses amis ! »

Ainsi parla le vieil enchanteur, et les hommes supérieurs l'applaudirent, si bien que Zarathoustra alla de l'un à l'autre et serra les mains de ses amis avec malice et amour, comme quelqu'un qui aurait quelque chose à réparer auprès de tous et à leur faire pardonner. Mais lorsqu'il parvint ainsi à la porte de sa caverne, voici qu'il désirait déjà de nouveau l'air pur du dehors et ses animaux, et il voulut se glisser dehors.

* * *

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