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Friedrich Nietzsche

On the Use and Abuse of History for Life Block s02

Block 14 of 31

Canonical reference b0006.s02

German

Alles moderne Philosophiren ist politisch und polizeilich, durch Regierungen, Kirchen, Akademien, Sitten und Feigheiten der Menschen auf den gelehrten Anschein beschränkt: es bleibt beim Seufzen „wenn doch“ oder bei der Erkenntniss „es war einmal.“ Die Philosophie ist innerhalb der historischen Bildung ohne Recht, falls sie mehr sein will als ein innerlich zurückgehaltenes Wissen ohne Wirken; wäre der moderne Mensch überhaupt nur muthig und entschlossen, wäre er nicht selbst in seinen Feindschaften nur ein innerliches Wesen: er würde sie verbannen; so begnügt er sich, ihre Nudität schamhaft zu verkleiden. Ja, man denkt, schreibt, druckt, spricht, lehrt philosophisch, - so weit ist ungefähr Alles erlaubt, nur im Handeln, im sogenannten Leben ist es anders: da ist immer nur Eines erlaubt und alles Andere einfach unmöglich: so will’s die historische Bildung. Sind das noch Menschen, fragt man sich dann, oder vielleicht nur Denk-, Schreib- und Redemaschinen? Goethe sagt einmal von Shakespeare: „Niemand hat das materielle Kostüme mehr verachtet als er; er kennt recht gut das innere Menschen-Kostüme, und hier gleichen sich Alle. Man sagt, er habe die Römer vortrefflich dargestellt; ich finde es nicht; es sind lauter eingefleischte Engländer, aber freilich Menschen sind es, Menschen von Grund aus, und denen passt wohl auch die römische Toga.“ Nun frage ich, ob es auch nur möglich wäre, unsere jetzigen Litteraten, Volksmänner, Beamte, Politiker als Römer vorzuführen; es will durchaus nicht angehen, weil sie keine Menschen sind, sondern nur eingefleischte Compendien und gleichsam concrete Abstracta. Wenn sie Charakter und eigne Art haben sollten, so steckt dies Alles so tief, dass es gar nicht sich an’s Tageslicht herauswinden kann: wenn sie Menschen sein sollten, so sind sie es doch nur für den, „der die Nieren prüft.“ Für jeden Anderen sind sie etwas Anderes, nicht Menschen, nicht Götter, nicht Thiere, sondern historische Bildungsgebilde, ganz und gar Bildung, Bild, Form ohne nachweisbaren Inhalt, leider nur schlechte Form, und überdies Uniform. Und so möge mein Satz verstanden und erwogen werden: die Geschichte wird nur von starken Persönlichkeiten ertragen, die schwachen löscht sie vollends aus. Das liegt darin, dass sie das Gefühl und die Empfindung verwirrt, wo diese nicht kräftig genug sind, die Vergangenheit an sich zu messen. Dem, der sich nicht mehr zu trauen wagt, sondern unwillkürlich für sein Empfinden bei der Geschichte um Rath fragt „wie soll ich hier empfinden?“, der wird allmählich aus Furchtsamkeit zum Schauspieler und spielt eine Rolle, meistens sogar viele Rollen und deshalb jede so schlecht und flach. Allmählich fehlt alle Congruenz zwischen dem Mann und seinem historischen Bereiche; kleine vorlaute Burschen sehen wir mit den Römern umgehen als wären diese ihresgleichen: und in den Ueberresten griechischer Dichter wühlen und graben sie,Erratum:graben, sie lies:graben sie, Nach KGW/KGB Nachberichte als ob auch diese corpora für ihre Section bereit lägen und vilia wären, was ihre eignen litterarischen corpora sein mögen. Nehmen wir an, es beschäftige sich Einer mit Demokrit, so liegt mir immer die Frage auf den Lippen: warum nicht Heraklit? Oder Philo? Oder Bacon? Oder Descartes und so beliebig weiter. Und dann: warum denn just ein Philosoph? Warum nicht ein Dichter, ein Redner? Und: warum überhaupt ein Grieche, warum nicht ein Engländer, ein Türke? Ist denn nicht die Vergangenheit gross genug, um etwas zu finden, wobei ihr selbst euch nicht so lächerlich beliebig ausnehmt? Aber wie gesagt, es ist ein Geschlecht von Eunuchen; dem Eunuchen ist ein Weib wie das andere, eben nur Weib, das Weib an sich, das ewig Unnahbare - und so ist es gleichgültig was ihr treibt, wenn nur die Geschichte selbst schön „objectiv“ bewahrt bleibt, nämlich von solchen, die nie selber Geschichte machen können. Und da euch das Ewig-Weibliche nie hinanziehen wird, so zieht ihr es zu euch herab und nehmt, als Neutra, auch die Geschichte als ein Neutrum. Damit man aber nicht glaube, dass ich im Ernste die Geschichte mit dem Ewig-Weiblichen vergleiche, so will ich vielmehr klärlich aussprechen, dass ich sie im Gegentheil für das Ewig-Männliche halte: nur dass es für die, welche durch und durch „historisch gebildet“ sind, ziemlich gleichgültig sein muss, ob sie das Eine oder das Andere ist: sind sie doch selbst weder Mann noch Weib, nicht einmal Communia, sondern immer nur Neutra oder, gebildeter ausgedrückt, eben nur die Ewig-Objectiven. Sind die Persönlichkeiten erst in der geschilderten Weise zu ewiger Subjectlosigkeit, oder wie man sagt, Objectivität ausgeblasen: so vermag nichts mehr auf sie zu wirken; es mag was Gutes und Rechtes geschehen, als That, als Dichtung, als Musik: sofort sieht der ausgehöhlte Bildungsmensch über das Werk hinweg und fragt nach der Historie des Autors. Hat dieser schon Mehreres geschaffen, sofort muss er sich den bisherigen und den muthmaasslichen weiteren Gang seiner Entwickelung deuten lassen, sofort wird er neben Andere zur Vergleichung gestellt, auf die Wahl seines Stoffes, auf seine Behandlung hin secirt, auseinandergerissen, weislich neu zusammengefügt und im Ganzen vermahnt und zurechtgewiesen. Es mag das Erstaunlichste geschehen, immer ist die Schaar der historisch Neutralen auf dem Platze, bereit den Autor schon aus weiter Ferne zu überschauen. Augenblicklich erschallt das Echo: aber immer als „Kritik“, während kurz vorher der Kritiker von der Möglichkeit des Geschehenden sich nichts träumen liess. Nirgends kommt es zu einer Wirkung, sondern immer nur wieder zu einer „Kritik“; und die Kritik selbst macht wieder keine Wirkung, sondern erfährt nur wieder Kritik. Dabei ist man übereingekommen, viel Kritiken als Wirkung, wenige als Misserfolg zu betrachten. Im Grunde aber bleibt, selbst bei sothaner „Wirkung“, alles beim Alten: man schwätzt zwar eine Zeit lang etwas Neues, dann aber wieder etwas Neues und thut inzwischen das, was man immer gethan hat. Die historische Bildung unserer Kritiker erlaubt gar nicht mehr, dass es zu einer Wirkung im eigentlichen Verstande, nämlich zu einer Wirkung auf Leben und Handeln komme: auf die schwärzeste Schrift drücken sie sogleich ihr Löschpapier, auf die anmuthigste Zeichnung schmieren sie ihre dicken Pinselstriche, die als Correcturen angesehenErratum:angesehn lies:angesehen Nach KGW/KGB Nachberichte werden sollen: da war’s wieder einmal vorbei. Nie aber hört ihre kritische Feder auf zu fliessen, denn sie haben die Macht über sie verloren und werden mehr von ihr geführt anstatt sie zu führen. Gerade in dieser Maasslosigkeit ihrer kritischen Ergüsse, in dem Mangel der Herrschaft über sich selbst, in dem was die Römer impotentia nennen, verräth sich die Schwäche der modernen Persönlichkeit. - Erratum:Persönlichkeit. lies:Persönlichkeit. - Nach KGW/KGB Nachberichte

English AI-generated translation, non-official

Codex gpt-5.6-sol · Non-official working translation · 2026-09-13

All modern philosophizing is political and policed, restricted by governments, churches, academies, customs, and human cowardice to the appearance of erudition: it stops at the sigh, “if only,” or at the recognition, “once upon a time.” Within historical culture, philosophy has no rights if it wishes to be more than inwardly restrained knowledge without effect; if modern man were only courageous and resolute at all, if even in his enmities he were not merely an inward being, he would banish it; as it is, he contents himself with modestly concealing its nudity. Yes, people think, write, print, speak, and teach philosophically, and to that extent almost everything is permitted; only in action, in so-called life, is it otherwise: there only one thing is ever permitted, and everything else is simply impossible. So historical culture wills it. Are these still human beings, one then asks oneself, or perhaps only thinking, writing, and speaking machines? Goethe once says of Shakespeare: “No one has despised material costume more than he; he knows the inner human costume very well, and here all are alike. It is said that he portrayed the Romans excellently; I do not find it so; they are all Englishmen through and through, but they are, to be sure, human beings, human beings to the core, and the Roman toga fits them well enough too.” Now I ask whether it would be at all possible to present our present-day men of letters, popular leaders, officials, and politicians as Romans; it simply cannot be done, because they are not human beings, but merely compendia through and through and, as it were, concrete abstractions. If they should possess character and a nature of their own, all this lies so deep that it cannot possibly wriggle its way out into the light of day: if they should be human beings, they are so only for him “who searches the reins.” For everyone else they are something else, not human beings, not gods, not animals, but formations of historical culture, culture through and through, image, form without demonstrable content, unfortunately only bad form, and uniform besides. And thus let my proposition be understood and considered: history is borne only by strong personalities; it utterly extinguishes the weak. This is because it confuses feeling and sensibility wherever these are not strong enough to measure the past against themselves. The person who no longer dares trust himself, but involuntarily asks history for advice about his feelings, “how should I feel here?”, gradually becomes an actor out of timidity and plays a role, usually even many roles, and therefore plays each of them so badly and shallowly. Gradually, all congruence between the man and his historical sphere is lost; we see pert little fellows consorting with the Romans as though they were their equals, and they rummage and dig among the remains of Greek poets,Erratum:dig, they read:dig they, According to KGW/KGB subsequent reports as though these corpora too lay ready for their dissection and were vilia, as their own literary corpora may well be. Suppose someone occupies himself with Democritus; the question is always on my lips: why not Heraclitus? Or Philo? Or Bacon? Or Descartes, and so on at will. And then: why precisely a philosopher? Why not a poet, an orator? And: why a Greek at all, why not an Englishman, a Turk? Is the past not great enough for you to find something beside which you yourselves do not look so ridiculously arbitrary? But, as I have said, it is a race of eunuchs; to the eunuch one woman is like another, merely woman, woman in herself, the eternally inaccessible, and so it is immaterial what you do, provided that history itself remains beautifully “objective,” preserved, that is, by those who can never themselves make history. And since the Eternal-Feminine will never draw you upward, you draw it down to yourselves and, as neuters, also take history as a neuter. But lest anyone think that I seriously compare history with the Eternal-Feminine, I wish rather to state clearly that, on the contrary, I consider it the Eternal-Masculine: except that for those who are “historically cultivated” through and through, it must be fairly immaterial whether it is the one or the other, since they themselves are neither man nor woman, not even common-gender beings, but always merely neuters or, expressed more cultivatedly, simply the Eternally Objective. Once personalities have been extinguished in the manner described into eternal subjectlessness, or, as one says, objectivity, nothing more can act upon them; something good and right may occur, as deed, as poetry, as music: at once the hollowed-out man of culture looks beyond the work and asks about the author’s history. If the author has already created several things, the previous and the presumed further course of his development must immediately be interpreted for him; at once he is placed alongside others for comparison, dissected with respect to his choice and treatment of the subject, torn apart, judiciously put together anew, and admonished and corrected as a whole. The most astonishing thing may happen, yet the band of historically neutral observers is always on the spot, ready to survey the author from afar. The echo resounds instantly, but always as “criticism,” although only shortly before the critic had never dreamed that what occurred was possible. Nowhere does an effect arise, but only another “criticism”; and criticism itself again produces no effect, but merely undergoes criticism in turn. In this connection, people have agreed to regard many criticisms as an effect, and few as a failure. At bottom, however, even with such an “effect,” everything remains as it was: people chatter for a while about something new, then about something else new, and meanwhile do what they have always done. The historical culture of our critics no longer permits an effect in the proper sense, namely an effect upon life and action: upon the blackest writing they immediately press their blotting paper; over the most graceful drawing they smear their thick brushstrokes, which are meant to be regardedErratum:regarded read:regarded According to KGW/KGB subsequent reports as corrections: and once again it is all over. But their critical pen never ceases to flow, for they have lost power over it and are guided by it instead of guiding it. Precisely in this excess of their critical effusions, in their lack of mastery over themselves, in what the Romans call impotentia, the weakness of the modern personality betrays itself. Erratum:personality. read:personality. According to KGW/KGB subsequent reports

French AI-generated translation, non-official

Codex gpt-5.6-sol · Non-official working translation · 2026-09-13

Toute philosophie moderne est politique et policière, limitée à une apparence d’érudition par les gouvernements, les Églises, les académies, les mœurs et les lâchetés des hommes : elle s’en tient au soupir « si seulement » ou au constat « il était une fois ». Au sein de la culture historique, la philosophie est sans droit si elle veut être davantage qu’un savoir retenu intérieurement et sans effet ; si l’homme moderne était seulement courageux et résolu, s’il n’était pas, même dans ses inimitiés, un être purement intérieur, il la bannirait ; mais il se contente d’en voiler pudiquement la nudité. Certes, on pense, écrit, imprime, parle, enseigne philosophiquement, − jusque-là, à peu près tout est permis ; mais dans l’action, dans ce qu’on appelle la vie, il en va autrement : là, une seule chose est toujours permise et tout le reste simplement impossible. Ainsi le veut la culture historique. Sont-ce encore des hommes, se demande-t-on alors, ou peut-être seulement des machines à penser, à écrire et à parler ? Goethe dit un jour de Shakespeare : « Personne n’a davantage méprisé le costume matériel que lui ; il connaît fort bien le costume intérieur de l’homme, et en cela tous se ressemblent. On dit qu’il a excellemment représenté les Romains ; je ne le trouve pas ; ce sont tous des Anglais en chair et en os, mais ce sont, il est vrai, des hommes, des hommes de part en part, et la toge romaine leur va sans doute aussi. » Je demande maintenant s’il serait seulement possible de présenter comme Romains nos littérateurs, tribuns populaires, fonctionnaires et politiciens actuels ; cela ne peut absolument pas réussir, car ils ne sont pas des hommes, mais seulement des compendiums en chair et en os et, pour ainsi dire, des abstractions concrètes. S’ils devaient avoir un caractère et une nature propre, tout cela est enfoui si profondément qu’il ne peut nullement se frayer un chemin jusqu’à la lumière du jour ; s’ils devaient être des hommes, ils ne le sont pourtant que pour celui « qui sonde les reins ». Pour tout autre, ils sont autre chose : ni hommes, ni dieux, ni animaux, mais produits de la culture historique, culture de part en part, image et forme sans contenu décelable, malheureusement rien qu’une mauvaise forme, et de surcroît un uniforme. Que ma proposition soit donc comprise et méditée ainsi : seules les fortes personnalités supportent l’histoire ; les faibles, elle les anéantit entièrement. Cela tient à ce qu’elle trouble le sentiment et la sensibilité lorsque ceux-ci ne sont pas assez vigoureux pour mesurer le passé à leur propre aune. Celui qui n’ose plus se fier à lui-même, mais demande involontairement conseil à l’histoire pour savoir ce qu’il doit sentir, « comment dois-je sentir ici ? », devient peu à peu, par timidité, un comédien et joue un rôle, le plus souvent même plusieurs rôles, et par conséquent chacun de manière si mauvaise et si plate. Peu à peu, toute congruence disparaît entre l’homme et son domaine historique ; nous voyons de petits jeunes gens présomptueux frayer avec les Romains comme s’ils étaient leurs égaux ; et ils fouillent et creusent dans les vestiges des poètes grecs,Erratum:creusent, ils lire:creusent ils, D’après les rapports complémentaires KGW/KGB comme si ces corpora étaient eux aussi prêts pour leur dissection et étaient aussi vilia que peuvent l’être leurs propres corpora littéraires. Supposons que quelqu’un s’occupe de Démocrite ; la question me vient toujours aux lèvres : pourquoi pas Héraclite ? Ou Philon ? Ou Bacon ? Ou Descartes ? Et ainsi de suite, à volonté. Et puis : pourquoi précisément un philosophe ? Pourquoi pas un poète, un orateur ? Et pourquoi, somme toute, un Grec, pourquoi pas un Anglais, un Turc ? Le passé n’est-il donc pas assez vaste pour que vous y trouviez quelque chose auprès de quoi votre arbitraire ne vous rende pas si ridicules ? Mais, comme je l’ai dit, c’est une race d’eunuques ; pour l’eunuque, une femme en vaut une autre, elle n’est précisément que femme, la femme en soi, l’éternellement inaccessible, et ainsi ce que vous faites est indifférent, pourvu que l’histoire elle-même demeure joliment préservée dans son « objectivité », à savoir par ceux qui ne pourront jamais faire eux-mêmes l’histoire. Et puisque l’Éternel-Féminin ne vous entraînera jamais vers les hauteurs, vous le tirez vers vous, vers le bas, et, en tant que neutres, vous prenez aussi l’histoire pour un neutre. Mais afin qu’on ne croie pas que je compare sérieusement l’histoire à l’Éternel-Féminin, je veux au contraire déclarer clairement que je la tiens pour l’Éternel-Masculin ; seulement, pour ceux qui sont de part en part « historiquement cultivés », il doit être assez indifférent qu’elle soit l’un ou l’autre : car eux-mêmes ne sont ni homme ni femme, pas même des communia, mais toujours seulement des neutra ou, pour le dire en termes plus cultivés, rien que les Éternels-Objectifs. Une fois que les personnalités ont été, de la manière décrite, soufflées jusqu’à devenir une éternelle absence de sujet ou, comme on dit, une objectivité, plus rien ne peut agir sur elles ; quelque chose de bon et de juste peut bien se produire, comme action, comme poésie, comme musique : aussitôt l’homme de culture évidé porte son regard au-delà de l’œuvre et s’enquiert de l’histoire de l’auteur. Celui-ci a-t-il déjà créé plusieurs œuvres, il faut aussitôt qu’on lui interprète le cours passé et le cours ultérieur présumé de son évolution ; aussitôt, on le place à côté d’autres pour le comparer, on le dissèque selon le choix de son sujet et la manière dont il le traite, on le met en pièces, on le recompose savamment et, dans l’ensemble, on l’admoneste et le corrige. La chose la plus étonnante peut bien se produire, la troupe des neutres historiques est toujours sur place, prête à embrasser l’auteur du regard alors qu’il est encore au loin. Sur-le-champ retentit l’écho, mais toujours sous forme de « critique », tandis qu’un instant auparavant le critique ne soupçonnait même pas la possibilité de ce qui se produisait. Nulle part on ne parvient à un effet, mais toujours seulement à une nouvelle « critique » ; et la critique elle-même ne produit à son tour aucun effet, elle ne fait que subir une nouvelle critique. On est convenu, ce faisant, de tenir beaucoup de critiques pour un effet, et peu de critiques pour un échec. Mais, au fond, même avec un tel « effet », tout demeure comme auparavant : on bavarde certes quelque temps à propos de quelque chose de nouveau, puis à propos d’autre chose de nouveau, et, dans l’intervalle, on fait ce que l’on a toujours fait. La culture historique de nos critiques ne permet plus du tout qu’un effet se produise au sens propre, c’est-à-dire un effet sur la vie et l’action : sur l’écrit le plus noir, ils appliquent aussitôt leur papier buvard ; sur le dessin le plus gracieux, ils barbouillent leurs épais coups de pinceau, censés passer pour des correctionsErratum:passer pour lire:passer pour D’après les rapports complémentaires KGW/KGB : une fois de plus, tout était fini. Mais jamais leur plume critique ne cesse de couler, car ils ont perdu tout pouvoir sur elle et sont dirigés par elle au lieu de la diriger. C’est précisément dans cette démesure de leurs épanchements critiques, dans ce défaut de maîtrise de soi, dans ce que les Romains nomment impotentia, que se trahit la faiblesse de la personnalité moderne. −Erratum:personnalité. lire:personnalité. − D’après les rapports complémentaires KGW/KGB

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